Sandberg verteidigt Facebook – „Wir reagieren entschieden“


Facebook steckt im Skandal um den Umgang mit Daten seiner Nutzer in der schlimmsten Krise seit der Gründung des Netzwerks 2004. Es gibt Vorwürfe, die mit dem Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump verbundene Firma Cambridge Analytica könnte auf unlautere Weise erhaltene Daten benutzt haben, um Wahlen zu beeinflussen. Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg hat sich in der Diskussion in den vergangenen Wochen weitgehend mit öffentlichen Aussagen zurückgehalten und Gründer Mark Zuckerberg das Feld überlassen.

Jetzt hat sie sich in einem Interview zum Umgang mit Daten in ihren Unternehmen geäußert: „Wir übernehmen die volle Verantwortung für das, was auf unserer Plattform passiert“, sagte sie nun PLAN W, einem Wirtschaftsmagazin der Süddeutschen Zeitung.

„Jede Technologie, die jemals entwickelt wurde, kann mit guten oder mit schlechten Absichten benutzt werden“, sagte Sandberg zu dem Vorwurf, Facebook würde Wahlmanipulationen ermöglichen. Das Unternehmen bemühe sich, das Gute zu maximieren und das Schlechte zu minimieren. „Bei den vergangenen Wahlen in den USA sind Dinge auf unserer Plattform passiert, die nicht hätten passieren dürfen. Wir nehmen das sehr ernst und investieren inzwischen sehr viel, um in diesem Bereich besser zu werden.“

Sandberg räumte ein, dass Facebook zunächst das Problem gar nicht richtig verstanden habe. „Aber wir reagieren entschieden darauf“, so die Managerin.

Das Gespräch wurde bereits Anfang März geführt, kurz bevor Details über das Datenleak und der Umfang der Datenweitergabe an das britische Unternehmen Cambrideg Analytica bekannt wurden.