Nach RB-Profi: Nächster FIFA-Gamer gehackt

Dominik "Schwenker1991" Schwenk ist FIFA-Profi für Origin of Power.

Auf der Xbox hat sich Dominik "Schwenker1991" Schwenk schon häufiger einen Namen gemacht. Gerade in der NGL Championship überraschte er gegen viele große Vereinsprofis vom FC Schalke 04, Bröndby IF oder Ajax Amsterdam in der regulären Saison ohne Niederlage. Auch in FIFA 18 mischt er unter den besten 100 mit. Doch nun scheint seine Erfolgsserie zu enden.

Denn sein Account wurde gehackt. Was das konkret heißt? Ein oder mehrere Fremde haben sich Zugriff auf sein EA-Konto verschafft und dieses leer geräumt. Und das obwohl er seinen Account per SMS-Verifikation gesichert hatte. Genützt hat alles nichts.

"Alles war weg"

Auf SPORT1-Anfrage erklärte Schwenk: "Ich habe meinen Account zwar wieder, weil EA ihn nicht mal gesperrt hatte. Aber als ich mich mit der Konsole normal anmeldete, waren alle meine Spieler weg. Auch meine Team-der-Woche-Objekte aus meinen Top-100-Platzierungen."


Wie der Hacker angegriffen hat, ist noch nicht ganz klar. Insgesamt fünf Emails liefen noch über den Account von Schwenker1991 und gegen 22.46 Uhr am Samstag kam eine SMS mit einem Bestätigungscode. "Und 20 bis 30 Minuten später hab ich auf mein Handy geschaut und dann direkt in die FIFA-App, doch da war schon alles passiert", führte der Saarländer aus.

In der FIFA-Szene kommt es immer wieder zu Hack-Vorfällen. Die Spielerkarten, mit denen die Gamer im FIFA Ultimate Team-Modus antreten sind teuer über den virtuellen Transfermarkt zu erwerben oder können mühsam über Spiele erarbeitet werden.


Coins als Entschädigung?

Jüngster Vorfall war das FIFA-Konto von Cihan Yasarlar von RB Leipzig. Der Deutsche verlor rund 30 Millionen Coins. Vor ihm sind auch der Schalker Tim "Tim Latka" Schwartmann und Erhan "Dr. Erhano" Kayman vom VfB Stuttgart Hack-Angriffen zum Opfer gefallen. Sie sind entweder großzügig hinterher von Entwickler EA entschädigt worden oder haben ihre Inhalte wiederhergestellt bekommen.

Im Falle von Schwenker1991 ist der Weg zur WM-Qualifikation vorbei: "Der Februar ist für mich gelaufen. Ich konnte am Wochenende ja nicht mehr weiterspielen." Für die Quali zum nächsten Cup zur WM muss er in die Top 64 auf der Xbox kommen. Doch ohne seine Spieler ist er nicht konkurrenzfähig.

Auf Seiten von EA gab es noch keine wirkliche Entschädigung, wie der Mann vom eSports-Team Origin of Power verrät: "Ich habe mit dem EA-Support telefoniert, sodass ich wenig wenigstens wieder reinkomme. Doch mehr ist noch nicht passiert." Im März vergangenen Jahres ist er schon einmal gehackt worden. Dort hat er aber innerhalb eines Monats für seinen Account eine entsprechende Entschädigung erhalten.