Historischer Sieg! RB zündet die nächste Stufe

RB Leipzig feiert den ersten Sieg in der Königsklasse

Nicht nur in der Bundesliga legen sie einen Höhenflug hin. Auch der den internationalen Härtetest hat RB Leipzigmit Bravour bestanden.

Mit einem erneuten Offensivspektakel hat RB seinen Premierensieg in der Champions League gefeiert und die Chance auf das Achtelfinale gewahrt.

Beflügelt vom 3:2-Coup bei Borussia Dortmund stürmte der Bundesliga-Vizemeister zu einem überzeugenden 3:2 (3:2) gegen den FC Porto und schob sich in der Tabelle am portugiesischen Topklub vorbei. Das Rückspiel findet in zwei Wochen in Porto statt.

 

"Wir haben es ein bisschen spannend gemacht, weil wir bei Standards ein wenig nachlässig waren. Wir haben reifer gespielt und waren effizienter als zuletzt in der Champions League", sagte Willi Orban bei Sky.

Offensivfeuerwerk zu Beginn

RB brannte vor 41.496 Zuschauern zu Beginn ein Angriffsfeuerwerk ab und ging durch Kapitän Willi Orban früh in Führung (8.). Nach dem überraschenden Ausgleich durch Vincent Aboubakar (18.) brachten Emil Forsberg (37.) und Jean-Kevin Augustin (40.) den Champions-League-Neuling wieder auf die Siegerstraße. Der erneute Anschlusstreffer von Ivan Marcano (44.) war zu wenig für Porto.

"Wir waren die klar bessere Mannschaft. Ich glaube, wir sind jetzt in der Champions League angekommen", sagte RB-Coach Hasenhüttl nach der Partie bei Sky.

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl nahm im Vergleich zum Ligasieg in Dortmund drei Veränderungen in der Startelf vor: Orban, Forsberg und Lucas Klostermann rückten neu ins Team. Bei Porto saß Torhüter-Ikone Iker Casillas, mit 166 Einsätzen Rekordspieler der Champions League, nur auf der Bank. 

Casillas-Vertreter patzt

Diese Entscheidung von Gäste-Trainer Sergio Conceicao erwies sich in der achten Minute als Fehler: Bei einem Weitschuss von Bruma ließ Casillas-Vertreter Jose Sa den Ball nach vorne abklatschen, beim Nachsetzen von Augustin war der Torwart zwar noch auf dem Posten, doch den zweiten Abpraller nutzte Orban.

Die frühe Führung gab den Leipzigern noch mehr Selbstvertrauen. Exemplarisch dafür stand Augustin, der in der 13. Minute gleich zwei Gegenspieler mit einer Finte ins Leere laufen ließ. Die Dominanz der sehr ballsicheren Hausherren drückte auch das Eckenverhältnis von 4:0 nach einer Viertelstunde aus.

Porto kommt überraschend zum Ausgleich

Umso überraschender fiel der Ausgleich für den Champions-League-Sieger von 2004, bei dem sich die Leipziger Defensive einen Komplett-Ausfall leistete. Nach einem weiten Einwurf wurde der Ball von Porto zweimal per Kopf verlängert, ehe er beim Torschützen Aboubakar landete.

Marcel Sabitzer hatte kurz danach zweimal (20. und 22.) das 2:1 auf dem Fuß. Forsberg und Augustin machten es später besser, doch erneut leistete sich RB eine Schwäche bei einer Standardsituation, die zum 2:3 kurz vor dem Halbzeitpfiff führte.

Nach dem Seitenwechsel war Leipzig bemüht, das Spiel etwas zu beruhigen. Die Gäste verstärkten ihre Offensivbemühungen, dadurch ergaben sich für RB aber auch mehr Räume zum Kontern. Die Portugiesen wussten sich gegen die schnellen Leipziger oft nur mit Fouls zu helfen.

In der 62. Minute entwischte der erneut auffällige Bruma dem Gegner aber, Torschütze Marcano konnte knapp vor der Torlinie klären. Zehn Minuten später war Augustin bei seinem Schuss zu eigensinnig, als er den besser postierten Sabitzer übersah.

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