So plant RB mit Hasenhüttl und Werner

RB-Boss Oliver Mintzlaff hat den Profifußball davor gewarnt, seine Glaubwürdigkeit fahrlässig aufs Spiel zu setzen.

Der Fußball müsse "authentisch und greifbar bleiben. Alle Klubs müssen aufpassen, dass wir nicht abheben und die Fans im Stadion verlieren", sagte Mintzlaff der Bild.

Der Geschäftsführer von RB Leipzig kritisierte außerdem das Treiben von Spielerberatern und würde bei Streiks der RB-Profis hart durchgreifen. 

"Verträge sind keine Einbahnstraße, sondern müssen von beiden Seiten erfüllt werden. Wenn nicht, werden wir nicht davor zurückschrecken, Maßnahmen zu ergreifen", sagte Mintzlaff: "Das ist jetzt hypothetisch, aber: Falls sich ein Spieler bei uns aus dem Vertrag streiken wollte, würden wir sicherlich hart durchgreifen. Ihn würden wir knallhart auf die Tribüne setzen."

Keine Anfrage von Bayern oder BVB

Auch im Umgang mit Spielerberatern fordert der RB-Boss ein Umdenken: "Die Berater kassieren sicherlich sehr viel Geld. Die Millionen-Summen, die da über den Tisch gehen, sind teilweise schwer nachzuvollziehen, spiegeln allerdings auch den Trend wider, dass im Markt sehr viel Geld ist, das dann nicht nur in horrende Ablösesummen und Gehälter investiert wird, sondern wo eben auch die Berater mitkassieren. Über dieses Vergütungsmodell müssen wir diskutieren."


Mit Erfolgstrainer Ralph Hasenhüttl kündigte Mintzlaff derweil Gespräche im Frühjahr an.

"Er hat bei uns Vertrag bis 2019. Kurz vor Weihnachten haben wir uns mit ihm ausgetauscht und für das Frühjahr verabredet, um über die Zukunft zu sprechen. Es geht auch für ihn darum, die nächste Entwicklungsstufe zu nehmen", sagte Mintzlaff.

Nach SPORT1-Informationen beschäftigen sich die Verantwortlichen beim FC Bayern in Sachen Nachfolge von Jupp Heynckes schon mit Hasenhüttl, der zwischen 2002 und 2004 als Stürmer in der zweiten Mannschaft der Münchner gespielt hatte.

Mintzlaff stellte zum aktuellen Zeitpunkt jedoch fest: "Gemeldet hat sich bei uns bisher weder Bayern noch Dortmund."

Auch mit den Senkrechtstartern Marcel Sabitzer, Marcel Halstenberg und Timo Werner möchte Mintzlaff nach Möglichkeit langfristig verlängern. "Wir sind und werden kein Verkaufsklub. Wir möchten die Stammspieler zusammenhalten und streben mittelfristig an, uns unter den Top-Klubs in Deutschland zu etablieren", sagte der 42-Jährige.

Frühzeitiger Keita-Wechsel ausgeschlossen

Deshalb soll Naby Keita auch nicht frühzeitig zum FC Liverpool gehen. "Weder Naby noch sein Berater haben den Wunsch geäußert, den Klub jetzt im Winter zu verlassen. Es gibt Verträge. Und die besagen, dass sein Arbeitsverhältnis am 1. Juli in Liverpool beginnt."

Ein Motivationsproblem von Keita schließt Mintzlaff aus, "weil das nicht dem Naturell von Naby entspricht. Unsere Profis haben Charakter und sind ehrgeizig. Da mache ich mir keine Sorgen."