RB-Boss Mintzlaff: Barcelona gab bei Naby Keita "nicht so viel Gas" wie der FC Liverpool

Liverpool war nicht der einzige Top-Klub, der sich um Leipzigs Naby Keita bemühte. Der RB-Boss verriet, wie es zum Transfer zu den Reds kam.

Mittelfeldspieler Naby Keita wechselt im kommenden Sommer für 70 Millionen Euro Ablöse von RB Leipzig zum FC Liverpool. Der Transfer wurde bereits weit im Voraus eingetütet und RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hat verraten, dass nicht nur die Reds um den 22 Jahre alten Nationalspieler Guineas buhlten.

Mintzlaff sagte der Sport Bild: "Auch der FC Barcelona war an Naby Keita interessiert. Das wurde uns auch aus Barcelona bestätigt. Allerdings hatten sie offenbar nicht so viel Gas gegeben wie der FC Liverpool."

Das Werben des Premier-League-Klubs um Keita vor dieser Saison beschrieb er so: "Naby wurde sehr stark umgarnt von Liverpool und insbesondere von Jürgen Klopp. Dass ihm das durch den Kopf gegangen ist, weil er dort ein Vielfaches von dem verdienen kann, was er bei uns bekommen hat, ist nachvollziehbar. Er wollte sofort wechseln."

Mintzlaff: "RB handelt glaubwürdig"

Ein Transfer kam aber dennoch nicht zustande. Weil der Vizemeister in Person von Sportchef Ralf Rangnick eine klare Ansage gemacht hatte. "Ralf Rangnick hat vor der Mannschaft gesagt, dass wir keinen Spieler abgeben werden“, so Mintzlaff: „Das war kein Lippenbekenntnis, das war in Stein gemeißelt. Wir handeln glaubwürdig. Hätten wir Keita freigegeben, wären vielleicht andere Spieler auf eine ähnliche Idee gekommen."

Liverpool habe zwar nicht locker gelassen, man sei aber dennoch bei seiner Haltung geblieben. Erst, als Keita weiter über einen Transfer nachdachte, sei man "proaktiv" damit umgegangen und habe wieder die Gespräche mit den Engländern gesucht.

Mintzlaff führte aus: "Uns war aber daran gelegen, dass er sich zu 250 Prozent auf unsere Dreifachbelastung konzentriert. Das war schwierig bei Naby. Daher haben wir eine Lösung gesucht, die dem Spieler wieder Sicherheit gibt. Und wir sind auch noch mit einem deutlich höheren Transfererlös aus der Sache gegangen."

Rangnick soll noch in dieser Woche verlängern

Die wichtigste Personalie bei RB ist aktuell die von Sportdirektor Ralf Rangnick. Die Daily Mail berichtet, er solle beim FC Everton die Nachfolge des entlassenen Teammanagers Ronald Koeman antreten. Allerdings ist ein Wechsel unwahrscheinlich, denn Rangnick soll in Leipzig seinen bis 2019 laufenden Vertrag vorzeitig verlängern und womöglich wird bereits in Kürze Vollzug gemeldet.

"Wir gehen davon aus, dass wir noch in dieser Woche den Vertrag vorzeitig verlängern werden. Ralf Rangnick ist der sportliche Motor unseres Vereins und daher auch elementar für unsere zukünftige Entwicklung", sagte Mintzlaff.