Razzia gegen Diebesbande: Polizei verhaftet mutmaßliche Taschendieb-Familie in Moabit

Die Berliner Polizei verhaftet ein mutmaßliches Mitglied einer Taschendiebbande.

Die Bundespolizei hat am Dienstag in Moabit ein kroatisches Ehepaar und deren 19-jährige Tochter festgenommen. Der 45-Jährigen, ihrem 48-jährigen Ehemann und ihrer Tochter wird wiederholter Taschendiebstahl und Sozialleistungsbetrug vorgeworfen. Zudem durchsuchte die Polizei eine Wohnung in Kreuzberg und drei Wohnungen in Köln, wo sich weitere Mitglieder des Familienclans aufgehalten haben. Dabei beschlagnahmten die Ermittler mehrere Handys und pfändeten in Köln ein Auto im Wert von 55.000 Euro.

Die Gruppe soll in Berlin und Nordrhein-Westfalen aktiv gewesen sein. Besonders an den Berliner S-Bahnhöfen griffen die Diebe laut Polizei im dichten Gedränge beim Ein- und Aussteigen zu. Dabei soll die Bande insgesamt rund 40.000 Euro erbeutet haben.

Verdächtige sollen auch Asylbetrug betrieben haben

Bild Nr. 1:
Die Polizei wirft dem Familienclan Diebstahl und Sozialbetrug vor.

Zudem wirft die Polizei dem Clan massiven Sozialleistungsbetrug vor. Die Mitglieder der Gruppe sollen sich als Bosnier ausgegeben haben, um in Deutschland Asyl beantragen zu können. Den Schaden daraus beziffert die Polizei auf etwa 80.000 Euro.

Bereits vor einem Jahr hat die Bundespolizei gegen eine Taschendiebbande, die vornehmlich im Bereich des S-Bahnhofes Charlottenburg unterwegs war, eine Razzia durchgeführt. Einer anderen Bande von Taschendieben konnte Ende 2015 das Handwerk gelegt werden.

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