Razzia bei Österreichs Finanzminister in Korruptionsermittlung

Boris Groendahl
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat am Donnerstag das Haus von Finanzminister Gernot Blümel durchsucht und Unterlagen sowie elektronische Geräte sichergestellt. Grund sind Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit gegen den Minister und zwei weitere Beschuldigte, teilte die WKStA mit.

“Den Ermittlungen liegt der Verdacht zugrunde, dass ein Verantwortlicher eines Glückspielunternehmens Spenden an eine politische Partei im Gegenzug für die Unterstützung von Amtsträgern der Republik Österreich bei einer dem Unternehmen drohenden Steuernachforderung im Ausland angeboten habe”, hieß es in der Pressemitteilung der Ermittler.

Blümel bestätigte in einer Stellungnahme die Ermittlungen und die Hausdurchsuchung. Seine Partei, die Österreichische Volkspartei, habe von Novomatic AG, dem fraglichen Glücksspielunternehmen, keine Spenden erhalten, sagte er. Er werde alles Notwendige beitragen, die “falschen Vorwürfe zu widerlegen”.

Der ehemalige Novomatic-Chef Harald Neumann sagte in einer separaten Stellungnahme über seinen Anwalt, dass sein Unternehmen keiner politischen Partei Spenden gegeben, versprochen oder angeboten habe. Novomatic hat diese Behauptung bereits in der Vergangenheit mehrfach dementiert. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gehen zurück auf das heimlich gefilmte Ibiza-Video des ehemaligen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache der Freiheitlichen Partei Österreichs, das 2019 zum Sturz der Regierung in Wien führte.

Überschrift des Artikels im Original:Austrian Finance Minister’s Home Raided in Corruption Probe

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