Raus aus dem Schweigen: Diese Stars haben offen über ihre Depressionen gesprochen

Dwayne Johnson musste mit 15 Jahren mit ansehen, wie seine Mutter versuchte, sich das Leben zu nehmen. (Bild: Getty Images)

„Der Kampf und die Schmerzen sind echt“, sagte Dwayne “The Rock“ Johnson kürzlich einer britischen Zeitung, mit der er offen über die depressiven Phasen seines Lebens sprach. Doch Depressionen gehören leider noch immer zu den Tabu-Themen in unserer Gesellschaft.

Wenn auch Sie unter Depressionen leiden oder sich nicht sicher sind, wie Sie sich selbst oder Bekannten helfen können, suchen Sie professionellen Rat. Das Info-Telefon der Deutschen Depressionshilfe ist kostenfrei (Telefonnummer: 0800 3344533).

Vor seiner Hollywoodkarriere lief es im Leben von Dwayne „The Rock“ Johnson nicht immer glatt. Sein Traum, eines Tages professionell Football zu spielen wurde von einer Verletzung nach der anderen zerstört. Sein damaliger Vertrag mit der kanadischen Football-Liga wurde nach nur einem Jahr aufgehoben. Kurz danach machte auch noch seine Freundin Schluss. „Das war meine absolut schlimmste Zeit“, so Johnson. Der britischen Zeitung „The Express“ gegenüber sagte er: „Ich war am Boden zerstört und depressiv. Ich hatte einen Punkt erreicht, an dem ich einfach nichts mehr tun und nirgends hingehen wollte. Ich habe permanent geweint.“

In einem langen Instagram-Post im Februar dieses Jahres offenbarte der Hollywoodstar außerdem, dass auch seine Mutter unter Depressionen litt und sogar einen Selbstmordversuch unternahm, den er als 15-Jähriger mit ansehen musste. Er war es auch, der sie zurück an den Straßenrand zog und damit rettete, als sie mitten auf der Autobahn anhielt, ausstieg und in den entgegenkommenden Verkehr lief. Heute haben sich beide von ihren Depressionen erholt.

Johnson ist nicht der einzige Star, der sich in der Öffentlichkeit zum Thema Depressionen geäußert hat und damit anderen Menschen zeigt, dass sie nicht alleine sind. Auch diese Stars haben ihren eigenen Kampf mit Depressionen mit der Öffentlichkeit geteilt.

Cara Delevingne

Cara Delevingne sprach öffentlich über ihren Selbsthass. (Bild: AP Photo)

Cara Delevingne sprach Anfang 2016 das erste Mal öffentlich über ihren Kampf mit Depressionen. Nachdem sie von einem Fan gefragt wurde, warum sie das Gesicht der „Saint Laurent“-Kampagne sei, obwohl sie jetzt doch eigentlich Schauspielerin und nicht mehr Model sein wollte, schrieb sie auf Twitter: „Ich leide unter Depressionen und habe während einer besonders schweren Zeit des Selbsthasses als Model gearbeitet. Ich freue mich über die Arbeit, die ich tun darf. Aber ich habe sie genutzt, um das zu überspielen. Das Ergebnis war, dass ich unter totaler Erschöpfung litt.“ In einem Interview mit „Esquire“ enthüllte sie außerdem, dass sie als Teenager Selbstmordgedanken hatte. Sie bekam auch Medikamente, um ihre Dämonen in den Griff zu bekommen. Mit 18 Jahren setzte sie diese jedoch ab und entwickelte neue Strategien, um mit ihren depressiven Episoden umzugehen.

Catherine Zeta-Jones

Catherine Zeta-Jones machte ihre psychische Krankheit öffentlich, um auch anderen zu helfen. (Bild: AP Photo)

2011 ließ sich die Schauspielerin freiwillig in eine psychosomatische Klinik einliefern. Die Oscar-Gewinnerin leidet an einer bipolaren Störung, die sie auch öffentlich machte: „Das ist eine Krankheit, an der Millionen von Menschen leiden und ich bin eine von ihnen. Wenn meine Erklärung eine einzige Person dazu bringt, sich behandeln zu lassen, dann ist es das wert. Keiner muss in aller Stille leiden, und es ist keine Schande, sich Hilfe zu holen“, sagte Zeta-Jones 2011 gegenüber dem US-Magazin „People”.

Angelina Jolie

Angelina Jolie kämpft schon ihr ganzes Leben lang mit einer inneren Leere. (Bild: AP Photo)

Angelina Jolie litt schon als Teenager an Depressionen. In einem Interview mit dem „WSJ Magazine“ sprach sie 2015 detailliert über ihre Krankheit. Sie machte unter anderem Los Angeles dafür verantwortlich – eine Stadt, in der man alles sein kann, wenn man berühmt, reich und gut aussehend ist. „Doch dann erreichst du all diese Dinge und stellst fest, dass du dich nicht leerer fühlen könntest“, so Jolie. Für sie war es die humanitäre Arbeit, die diese Leere füllte.

Mischa Barton

Die psychische Verfassung des „O.C. California“-Stars Mischa Barton sorgte nach dem Serien-Aus immer wieder für Schlagzeilen. (Bild: AP Photo)

Auch Mischa Barton kämpft schon ihr ganzes Leben lang mit Depressionen. Doch so richtig aus dem Ruder lief es nach dem Serien-Aus des Teenage-Dramas „O.C. California“. Alkohol, Partys, Gewichtsschwankungen und psychische Probleme machten Barton das Leben schwer. 2009 wurde sie schließlich in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. In einem Interview mit dem „People Magazine“ sprach sie 2013 offen über ihre Krankheit.

Demi Lovato

Demi Lovato setzt sich öffentlich für die bessere medizinische Behandlung psychisch kranker Menschen ein. (Bild: AP Photo)

Die Sängerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, psychische Erkrankungen zu entstigmatisieren. Nicht nur indem sie ihre eigene Geschichte teilt, sondern auch als Aktivistin. 2015 startete sie die Kampagne „Be Vocal. Speak Up for Mental Health“. Ziel der Kampagne war es, die Behandlung Betroffener zu verbessern und das Stigma zu bekämpfen, unter dem Betroffene leiden. Lovato selbst litt bereits als Kind unter depressiven Phasen. Bei ihr wurde eine bipolare Störung diagnostiziert.

Beyoncé

Beyoncé litt nach der Trennung von Destiny’s Child unter Depressionen. (Bild: Getty Images)

Beyoncé durchlitt eine depressive Phase, nachdem ihre Band Destiny’s Child sich auflöste und ihre Langzeitbeziehung in die Brüche ging. 2006 sagte sie gegenüber dem „Parade Magazine“, dass sie sich zu dieser Zeit sehr einsam fühlte und Angst hatte, niemand würde sie ernst nehmen. Sie verbrachte Tage in ihrem Schlafzimmer und konnte nichts mehr essen.

Jim Carrey

Jim Carrey war zwischenzeitlich auf Anti-Depressiva angewiesen. (Bild: AP Photo)

Obwohl er davon lebt, andere zum Lachen zu bringen, ist er selbst nur selten glücklich, wie er 2017 in einem Interview mit „iNews“ gestand. 2015 nahm sich seine Ex-Freundin Cathriona White das Leben, was Carrey stark belastete. Die beiden hatten sich nur wenige Tage vor ihrem Suizid getrennt. Carreys psychische Probleme bestehen allerdings schon viel länger. Der Star gab an, in der Vergangenheit auch auf Anti-Depressiva angewiesen gewesen zu sein.