Nach Raub im Pariser Ritz Ermittlungsverfahren gegen drei Verdächtige

Nach dem spektakulären Raubüberfall auf das Pariser Luxushotel Ritz ist gegen die drei festgenommenen Verdächtigen ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Der Vorwurf lautet auf bandenmäßigen Diebstahl unter Androhung von Waffengewalt

Nach dem spektakulären Raubüberfall auf das Pariser Luxushotel Ritz ist gegen die drei festgenommenen Verdächtigen ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Nachdem die Verdächtigen 48 Stunden in Gewahrsam geblieben waren, wurde am Samstag das Verfahren wegen bandenmäßigen Diebstahls unter Androhung von Waffengewalt eingeleitet, wie aus Justizkreisen in Paris verlautete. Die Verdächtigen kamen auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Nach zwei weiteren Verdächtigen wurde noch gefahndet.

Insgesamt fünf bewaffnete und vermummte Täter hatten das Ritz am Mittwochabend überfallen und mit Äxten Vitrinen eingeschlagen, in denen verschiedene Juweliere Schmuck ausgestellt hatten. Nach Angaben aus Ermittlungskreisen war die Beute mehr als vier Millionen Euro wert. Bereits am Donnerstag hieß es jedoch, die Polizei habe alle gestohlenen Schmuckstücke und Luxusuhren gefunden.

Die drei Beschuldigten hatten wegen des Sicherheitssystems im Hotel vor verriegelten Türen gestanden, als sie zu fliehen versuchten. Die drei Räuber warfen deshalb die Beute durchs Fenster hinaus zu ihren beiden Komplizen, die flüchten konnten. Bei den drei Festgenommenen soll es sich um junge Männer aus einem Pariser Vorort handeln, die bereits wegen bewaffneten Diebstahls, Gewalt und Hehlerei straffällig geworden waren.

Das Ritz am eleganten Vendôme-Platz ist eines der bekanntesten Luxushotels der französischen Hauptstadt. Die Luxusjuweliere rund um den Platz wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel brutaler Überfälle. Trotz verstärkter Sicherheitsvorkehrungen gelang es im März 2016 zwei Tätern, Schmuck im Wert von sechs Millionen Euro zu erbeuten.