Ratgeber Recht: Was muss ich bei einer Schenkung an die Enkel beachten?

Anwalt Dr. Max Braeuer

Leserfrage:

Ich beabsichtige, meinen drei minderjährigen Enkelkindern jeweils einen größeren Betrag (unterhalb der Schenkungsteuergrenze von 200.000 Euro) zukommen zu lassen. Tatsächlich habe ich es eigentlich schon getan. Mit diesem Geld soll mit Zustimmung der Sorgeberechtigten, also der Eltern, jeweils eine kleine Eigentumswohnung (vermietet) erworben werden, so dass die minderjährigen Enkelkinder Eigentümer werden und auch die Mieteinnahmen erhalten. Bevollmächtigte sollen die Eltern sein. Sicherheitshalber soll grundbuchlich eine Alleinverfügungsklausel erst ab dem 25. Lebensjahr eingetragen werden. Was gibt es hierbei alles zu bedenken?

Dr. Max Braeuer:

Das Geschenk für Ihre Enkelkinder hat sicher nicht nur den Zweck, Steuern zu sparen. Die Kinder sollen auch schon eine eigene Einkommensquelle haben. Erbschaftsteuer kann mit dem frühzeitigen Geschenk aber auch gespart werden.

Sie haben recht: Jedes Enkelkind hat bei der Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer einen Freibetrag von 200.000 Euro. Ein Geschenk bis zu dieser Höhe ist steuerfrei. Wenn Sie die Schenkung noch zehn Jahre überleben, dann können die Enkelkinder sogar von Ihnen erben, und der Freibetrag steht ihnen erneut zu.

Für die Ausnutzung des Freibetrages ist es eigentlich gleichgültig, ob Sie das Geld schenken oder ob Sie vorher selbst die Eigentumswohnungen kaufen und diese an die Enkel weiterschenken. Steuerlich ist es aber nicht so günstig, Geld zu verschenken. Sie müssen Ihren Enkelkindern dann auch noch das Geld übe...

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