Rassistischer Brief von Nachbarn: "Das ist kein Ghetto!"

Diesen rassistischen Brief erhielt die Familie (Bild: Twitter)

Als Chris Sullivan seinen Postkasten entleert, findet er einen anonymen Brief. Der Inhalt des Schreibens zieht ihm die Schuhe aus.

“Euch mag es vielleicht egal sein, wie euer Anwesen aussieht, aber das Mindeste, was ihr tun könntet, ist, so respektvoll zu sein und euren Rasen zu mähen. Entfernt das Unkraut von eurem Hinterzaun und der Veranda!“, heißt es in dem anonymen Brief, den Chris Sullivan aus Fishers, Indiana, aus seinem Postkasten fischte.

“Das ist kein Getto und euer Heim sieht ungepflegt aus. Was glaubt ihr, denken die Leute wohl über euch und eure Familie? Wenn ihr euch nicht um euer Anwesen kümmern könnt, dann solltet ihr vielleicht darüber nachdenken, in eine Wohnung zu ziehen.“

Gleiche Regeln für alle!

Und hier hört die Schimpftirade noch lange nicht auf. Der Verfasser des Briefes werde sich an den Gemeinderat wenden, wenn es notwendig sein sollte, heißt es. Außerdem werde der Familie für das Mähen des Rasens und das Beseitigen des Unkrauts eine Rechnung von 140 US-Dollar gestellt.

“Nur weil ihr das Haus gemietet habt, heißt es nicht, dass ihr nicht die gleichen Regeln befolgen müsst wie die Eigentümer”, schreibt der Nachbar. Unterzeichnet wurde der Brief mit “Nachbarschaft Britton Ridge Vereinigung“. Laut dem “Indy Star“ erklärte der Manager der Vereinigung, Vic Muller, jedoch, der Brief stamme nicht von ihnen.

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Chris Sullivan twitterte ein Foto des Schreibens mit den Worten: “Willkommen in Fishers, IN! Wo es geheime Rassisten gibt. Das ist lächerlich. Und, ja, das ist mein Garten.“ Der Mann fügte ein Bild seines Anwesens bei. Von Unkraut und “Ghetto-Rasen“ keine Spur! Doch, selbst wenn das Gras bis zum Dach hochwachsen würde, wäre der rassistische Brief unangebracht. Und ob jemand seinen Rasen mäht oder nicht, sollte immer noch Privatsache sein.