Rassist beleidigt schwarzen Kameramann vor laufender Kamera

Angesichts eines schwarzen Kameramans macht John Pisone Affengeräusche. (Bild: Screenshot Youtube)

Als er für einen Dokumentation einen Anti-Fracking-Protest filmt, wird ein schwarzer Kameramann übel beschimpft. Er hält die Kamera weiter drauf und hat nun auf Band, wer ihn da wie genau angeht. Für den Rassisten hat die Aktion Konsequenzen.

Tom Jefferson arbeitet als Kameramann an einem Dokumentarfilm zum Thema Klimawandel. Als solcher war er auch dabei, als Fracking-Gegner in Pennsylvania einen friedlichen Protest abhielten. Und wurde zum Ziel einer richtig eklig rassistischen Attacke. Vor laufender Kamera zeigte John Pisone, Angestellter einer örtlichen Firma für Bodenbearbeitung, was er von den Protestanten im Allgemeinen und von Jefferson im Besonderen hielt.

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Während er die Umweltschützer noch harmlos als “faule Hippies” bezeichnete, nannte er den schwarzen Kameramann einen “Affen”, ahmte Affengeräusche nach und schleuderte ihm auch ein “Fucking Nigger” an den Kopf. Jefferson blieb cool und sagte später gegenüber “AJ+”: “Ich fand es wichtig, zu dokumentieren was er da sagte um den Menschen zu zeigen, dass es da draußen solche Leute gibt.”

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Nachdem das Video im Netz erschienen war, konnte sich auch der Arbeitgeber des Fracking-Befürworters ein Bild von der Gesinnung seines Angestellten machen, den er sofort feuerte. Wahrscheinlich, dass genau diese Reaktion Pisone dazu brachte, sich während eines Interviews mit dem Sender “WPXI 11 News” bei Jefferson zu entschuldigen. Freilich ziemlich dürftig, indem er sagte, in seiner Wut hätte er einfach zu einem Mittel gegriffen, von dem er wusste, dass es seinen Gegner hart treffen würde. Wenig überzeugend klingt auch seine Erklärung, er sei “kein totaler Rassist” – was immer das heißen sollte.