Rassismus-Vorwürfe gegen "Aladdin“-Verfilmung

“Aladdin”, der neue Film mit Will Smith, steht in der Kritik (Bild: ddpimages)

Mit den Neuverfilmungen von “Die Schöne und das Biest“, “Cinderella“ und “Das Dschungelbuch“ hat Disney schon mehrfach bewiesen, dass die mit echten Menschen verfilmten Zeichentrick-Klassiker noch immer ziehen. Um den neuesten Streich “Aladdin“ gibt es aber schon im Vorfeld Ärger.

Hollywoodstar Will Smith spielt den Flaschengeist Dschinni, die Engländerin Naomi Scott Prinzessin Jasmin und der in Kanada lebende Schauspieler Mena Massoud mit ägyptischen Wurzeln den Hauptdarsteller. Doch die Besetzung der Komparsenrollen in der Realverfilmung von “Aladdin“ bringt dem Konzern Disney Kritik ein. Denn die meisten davon sind weder asiatischer noch arabischer oder indischer Abstammung, wie es die Vorlage nahelegen würde, sondern hellhäutige Europäer, die in der Maske auf dunkel geschminkt werden.

Nicht nur Branchenkenner wie der TV-Produzent Riaz Meer sehen darin ein eindeutiges Versagen der Verantwortlichen und wittern dahinter Rassismus. So sagte etwa der TV-Produzent Riaz Meer in der “Sunday Times“: “Es ist schlichtweg falsch, wenn man nicht in der Lage ist, die richtigen Ethnien für diese Produktion anzuheuern. Wir erwarten von allen Filmemachern Besseres.“ Was da bei “Aladdin“ laufe, sei eine “Beleidigung für die ganze Branche.“

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Disney freilich weist die Anschuldigungen zurück und teilte in einem Statement mit: “Das ist der mannigfaltigste Cast, der jemals für eine Live-Action-Produktion von Disney besetzt wurde. Mehr als 400 der 500 Hintergrundrollen wurden mit Menschen aus Indien, dem Mittleren Osten, Afrika, Asien oder dem mediterranem Raum besetzt.“

Dennoch habe es einen Mangel an ausreichend qualifizierten Schauspielern gegeben. Regisseur des Films, der im Frühjahr 2019 in die Kinos kommen soll, ist der Brite Guy Ritchie, der sich bislang nicht zu dem Thema geäußert hat.