Nach Rassismus-Eklat: WDR strahlt Gesprächsrunde über Sinti und Roma aus

teleschau
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Nach einer missglückten Diskussion zum Thema Rassismus erntete der WDR zuletzt Negativschlagzeilen. Nun ist man offenbar um Wiedergutmachung bemüht: Vor einem Themenschwerpunkt zum Thema Rassismus im März gibt der Sender nun einem YouTube-Format eine Bühne.

Ende Januar hatte der WDR für einen Rassismus-Eklat gesorgt: Nach einer missglückten Diskussion über Rassismus in der WDR-Talkshow "Die letzte Instanz" erntete der Sender einen veritablen Shitstorm. Anschließend entschuldigten sich die Verantwortlichen des WDR über Twitter. Damit aber noch nicht genug: Im März folgt ein Themenschwerpunkt zum Thema Rassismus. Noch vorher, am Mittwoch, 17. Februar, um 23 Uhr, wird eine Diskussion über den Umgang mit Sinti und Roma in der Gesellschaft ausgestrahlt. Die Gesprächsrunde des YouTube-Formats "Monitor studioM" ist bereits über das Videoportal abrufbar.

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"Monitor"-Moderator Georg Restle erörtert mit seinen Gästen, weshalb noch immer so viele Vorurteile gegenüber Sinti und Roma bestehen. Dazu äußern sich Roma-Aktivist Gianni Jovanovic, Sängerin und Feministin Tayo Awosusi-Onutor und Politologe Dr. Markus End. Gesprochen wird unter anderem darüber, woher der Rassismus gegenüber Sinti und Roma rührt, welche Rolle die Medien dabei einnehmen und weshalb die Geschichte der Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus so selten thematisiert wird.

Gastgeber Georg Restle (rechts) begrüßt Gianni Jovanovic und Tayo Awosusi-Onutor zur Diskussion. (Bild: WDR)
Gastgeber Georg Restle (rechts) begrüßt Gianni Jovanovic und Tayo Awosusi-Onutor zur Diskussion. (Bild: WDR)

Ende Januar hatten im Late-Night-Talk "Die letzte Instanz" Gastgeber Steffen Hallaschka, Moderator Micky Beisenherz, Entertainer Thomas Gottschalk, Schauspielerin Janine Kunze und Schlagersänger Jürgen Milski unter anderem über die Frage diskutiert, ob man noch Wörter wie "Z-Sauce" sagen dürfte. Sowohl Gottschalk als auch Kunze sahen in den Begriffen nichts Verwerfliches. Bei Twitter wurde die Sendung scharf kritisiert. Viele Prominente zeigten sich regelrecht entsetzt. Die SPD-Chefin Saskia Esken schimpfte: "Mir fehlen die Worte. Das ist wirklich nur noch zum Schämen."