Rangnick kritisiert Premier League: "Keiner hat die Chance, erste Mannschaft zu spielen"

Ralf Rangnick hat sich zur Situation von Talenten in England geäußert. Diese hätten häufig nicht die Chance "in der ersten Mannschaft zu spielen".

Ralf Rangnick, Sportdirektor bei RB Leipzig, hat die Situation von Talenten in der Premier League kritisiert. Der Sun sagte er: "Von Deutschland aus betrachtet, haben Manchester City und der FC Chelsea die besten Akademien, aber keiner dieser jungen Spieler hat eine wirkliche Chance, in der ersten Mannschaft zu spielen."

Bei Manchester City steht derzeit kein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Kader. An der Stamford Bridge sind es zwar deren zwei, aber keiner schaffte den direkten Weg zu den Profis. Andreas Christensen wurde wie Charly Musonda verliehen, um dort zum gestanden Spieler zu reifen. Letzterer beschwerte sich erst in dieser Saison, dass er zu wenige Einsatzzeiten bekäme.

Diese Situation veranlasst Rangnick zu einem Vergleich: "Manchmal scheint es mir so, als würde ein Milliardär Briefmarken oder Münzen sammeln, die er stolz herzeigt, wenn Gäste kommen. Aber wenn sie weg sind, verschwinden die Münzen wieder im Regal."

Jedoch ist er auch überzeugt, dass es in England zu einer Umstrukturierung kommen wird, wodurch das Potenzial junger Spieler besser genutzt werden kann: "Ich glaube, in zehn Jahren werden die meisten Klubs in England Sportdirektoren haben." Derzeit wird dort meistens noch auf die Besetzung dieser Position verzichtet, ein Teammanager füllt in Doppelfunktion den Trainer- und Sportdirektorposten aus.