Rangnick: Keita? "Ich weiß, was in ihm vorgeht"

Leipzig erwehrt sich mit Händen und Füßen einem Abgang von Keita. Sportdirektor Rangnick deutet an, dass das Umfeld des Spielers Druck ausübt.

Ralf Rangnick von RB Leipzig hat sich zur Personalie Naby Keita geäußert. Der vom FC Liverpool umworbene Mittelfeldspieler erhält wohl Druck durch die eigene Familie.

Angebot für Angebot scheinen die Roten Bullen für Keita abzulehnen. Der 22-Jährige selbst hält sich bedeckt, was Rangnick zu einem Statement aus dem Trainingslager in Seefeld antrieb: "Ich weiß, was in Spielern wie Naby angesichts solcher enormen Summen vorgeht."

Der Sportdirektor fügte an: "Ich habe Verständnis, dass sie darüber nachdenken. Denn ich hatte im Zuge meiner Trainerkarriere schon mit einer Menge Spielern mit afrikanischem Background zu tun." Demnach würde das Umfeld Druck auf Keita ausüben.

Kein Keita-Transfer im Sommer

Das bemerkte Rangnick bereits einige Tage zuvor im Fall Keita sowie auch bei Emil Forsberg: "Das Problem ist das Umfeld, das ganze Dorf in Guinea oder irgendwelche Leute im Umfeld, die den Spielern erklären, warum sie das jetzt gleich machen müssen." 

Er führte nun seine Gedanken weiter aus: "Diese Spieler sind manchmal verantwortlich für einen ganzen Clan oder ein ganzes Dorf zu Hause. Plötzlich können sie ein Vielfaches verdienen, was sie bisher gehabt haben. Und angesichts solcher Summen wird dann erwartet, dass sie den Schritt sofort machen. Weil natürlich auch alle davon profitieren.“

Ein Abschied Keitas ist weiterhin kein Thema in Leipzig. "Beide sind auch in unserem tollen Kader Unterschiedsmacher. Selbst wenn noch fünf Angebote kommen, das interessiert uns nicht. Wir haben die sensationelle Saison nicht gespielt, um jetzt andere Vereine glücklich zu machen", stellt Rangnick klar.