Randgold: Kaufen!

DER AKTIONÄR
1 / 1
Barrick-Tochter: Minen droht das Aus

Die starken Quartalszahlen von Randgold Resources sollten auch den letzten Kritiker überzeugen. Im ersten Halbjahr wurden 53 Prozent mehr Gewinn erwirtschaftet als im Vorjahreszeitraum, konkret bedeutet das 187,7 Millionen Dollar in den ersten sechs Monaten des Jahres. Im zweiten Quartal stieg der Gewinn um 21 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal. Ein großer Teil dieses Gewinns wurde an die Aktionäre ausgeschüttet, nämlich 97 Millionen Dollar.

Der Cashbestand beträgt zum Ende des zweiten Quartals 572 Millionen Dollar, 27 Millionen Dollar weniger als noch zum Anfang des Quartals. Jedoch ist das aufgrund der Höhe der Dividendenzahlung keine große Überraschung. Der operative Cashflow des ersten Halbjahres beträgt 265 Millionen Dollar und spiegelt mit einem Anstieg von zirka 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr den Erfolg der ersten sechs Monate eindrucksvoll wider.

Auf den fünf Minen wurden im ersten Halbjahr 663.786 Unzen Gold produziert, das ist ein Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Großen Anteil an diesem Anstieg hat die Tongon Mine in Westafrika, die ihre Produktion um knapp 50 Prozent gesteigert hat. Auf dem Loulo-Gounkoto Minenkomplex kletterte die Produktion um zehn Prozent. Im dritten Quartal wird Randgold die Produktion erwartungsgemäß etwas herunterfahren. Allerdings befindet sich der Konzern auf Kurs, die Unternehmensziele für dieses Jahr zu erreichen. Eines davon ist, die Total Cash Costs von im Moment 636 Dollar je Unze auf 600 Dollar zu senken.

Die Explorationen von Gebieten für neue Goldminen, befinden sich in vollem Gange. Die fünf am weitesten fortgeschrittenen Projekte, zum Beispiel das Fonondara-Projekt im Senegal, bestätigten in diesem Quartal allesamt ihr Potenzial mit kontinuierlich, hochgradigen Mineralisierungsergebnissen.

Das Chartbild hat sich nicht großartig verändert. Nach wie vor ist der langfristige Aufwärtstrend intakt und die Aktie notiert derzeit knapp darüber. Der in diesem Jahr ausgebildete, nach unten führende Kanal muss jedoch bald nach oben durchbrochen werden, um den Aufwärtstrend nicht zu brechen. In naher Zukunft wird sich zeigen, in welche Richtung es weitergehen wird und dies bietet Anlegern eine ideale Kaufchance mit einem geringen Risiko, da der Stoppkurs eng gezogen werden kann. Fällt die Aktie unter 75 Dollar sollte dieser greifen. Wird auf der Oberseite der Trendkanal durchbrochen werden, kann ein erster Angriff auf das Allzeithoch bei 114 Euro gestartet werden.