Randale in London: So reagierten die FC-Fans in den Kölner Kneipen

Wegen Rangeleien der FC-Fans musste das Spiel um eine Stunde verschoben werden.

Verletzte FC-Anhänger bei Rangeleien vor dem Stadion, ein verspäteter Anpfiff: Die vielen daheim gebliebenen Fans in den Kölner Kneipen haben gelassen auf die Ereignisse in London vor dem Spiel reagiert. „Jetzt haben wir 25 Jahre gewartet, jetzt kommt es auf die eine Stunde auch nicht mehr an“, sagte Carsten Wohlert, der sich die Partie in der Nippeser Kneipe Em goldene Kappes verfolgte.

Robert Dentz, der vor 25 Jahren beim bis dato letzten Europapokalspiel in Glasgow gegen die Celtics dabei war, bedauerte die Vorfälle: „Damals war das alles komplett entspannt. Da saßen wir in den Pubs und gingen fünf Minuten vorher mit den Schotten entspannt ins Stadion. Da war das nicht so ein Hype wie heute.“

Zu viele Fans, zu wenig Karten

Detlev Nothhelfer, der in der Kneipe Alt-Neppes sitzt, hat den friedlichen Zug der vielen FC-Fans durch London am Nachmittag verfolgt, mit Randalen hätte er darum nicht gerechnet. „Aber das ist natürlich auch ein Problem: Da sind Tausende Kölner in London und nur 2900 haben Karten.“ Auch im Alt-Neppes war es nicht so voll wie gewöhnlich bei FC-Spielen, weil viele Gäste in die britische Hauptstadt gefahren waren.

„Beim Zug der FC-Fans durch London habe ich Gänsehaut bekommen“, sagt Manni Weber. Die Begeisterung könne er verstehen, er sei selbst gerne hingefahren. „Dass da Idioten den Gästeblock stürmen wollen, kann ich nicht nachvollziehen. Ein bisschen benehmen können müsste man sich ja schon.“

Trotz der Zwischenfälle nahmen sich Manni Weber und seine Tochter Jeanette vor, das Spiel „einfach nur zu genießen“. Pierre Weber, ebenfalls Teil der Truppe im Alt-Neppes: „Jetzt sind wir schon mal in Europa unterwegs, da sollten wir versuchen, einen einigermaßen guten Eindruck zu hinterlassen.“ Mittags hatten die FC-Fans in London noch für stimmungsvolle Bilder gesorgt. Friedlich und lautstark singend waren sie in einem großen Marsch zum Stadion gewandert....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta