Ramstein soll weiter nur Zwischenstation für Afghanen sein

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Aus Afghanistan evakuierte Menschen stehen auf der Ramstein Air Base vor einem Zelt. Davor gehen US-Soldaten.
Aus Afghanistan evakuierte Menschen stehen auf der Ramstein Air Base vor einem Zelt. Davor gehen US-Soldaten.

Fast 15.000 Menschen aus Afghanistan warten in Ramstein momentan auf ihre Weiterreise. Deutschland erwartet, dass sie alle die Bundesrepublik in wenigen Wochen verlassen haben.

Berlin (dpa) - Die Luftwaffenbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz soll auch weiterhin nur Zwischenstation für die vom US-Militär aus Afghanistan ausgeflogenen Menschen sein.

«Es ist in der Tat die Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten, dass alle Personen, die von den Vereinigten Staaten zur Weiterreise in die USA über Ramstein dort ankommen oder auf anderen US-Stützpunkten in Deutschland, Deutschland auch wieder verlassen sollen», sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Mittwoch in Berlin. «Entsprechende Zusagen der USA gibt es.»

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurde dazu mit den USA eine Vereinbarung getroffen, die die Abläufe in Ramstein regele. Ein Aufenthalt der Afghanen dort sei demnach «eine gewisse Zeit, einige wenige Wochen» möglich, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwoch. Und: «Wir können im Moment feststellen, dass die Amerikaner sich an dieses Verfahren uneingeschränkt halten.»

Der weltweit größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas unterstützt nach US-Militärangaben die größte Luftbrücke in der Geschichte der USA. In den vergangenen Tagen kamen die US-Flugzeuge meist aus Katar, wohin die Schutzsuchenden aus Afghanistan zunächst gebracht worden waren. Mehr als 100 Flugzeuge mit Evakuierten Personen sind bislang auf der Air Base Ramstein eingetroffen, wo derzeit etwa 14.900 Menschen auf ihre Weiterreise warten.

Binnen 12 Stunden sollten am Mittwoch etwa 1800 weitere Menschen eintreffen. Etwa 11.700 Evakuierte sind bereits mit 51 Flügen von der Air Base Ramstein in die Vereinigten Staaten oder andere sichere Zielorte abgeflogen.

Schutzsuchende wie etwa ehemalige Ortskräfte der USA in Afghanistan und ihre Familien, die aus Angst vor den Taliban ihre Heimat verlassen, kommen in Ramstein zunächst in Zelten und Flugzeughangars unter. Sie werden registriert und bei Bedarf medizinisch behandelt.

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