Rallye Dakar 2021: Price holt Tagessieg, Howes die Gesamtführung

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 3 Min.

Toby Price (KTM) sicherte sich den Tagessieg auf der dritten Etappe der Rallye Dakar vor Kevin Benavides (Honda) und Matthias Walkner (KTM). Das Gesamtklassement wurde wieder auf den Kopf gestellt. Neuer Führender ist der US-Amerikaner Skyler Howes (KTM).

Die dritte Etappe bestand aus einer großen Schleife rund um Wadi Al Dawasir. Am Rande der Rub al-Chali, der größten Sandwüste der Erde, prägten Dünen die Landschaft. Teilweise gab es auch schnelle Abschnitte. Die Strecke betrug 630 Kilometer. 403 Kilometer wurden auf Zeit gefahren.

Es zeigte sich von Beginn an ein ähnliches Bild wie an den Vortagen. Die ersten Starter verloren Zeit, während die hinteren Fahrer Zeit gutmachen konnten. So büßte das Honda-Duo Joan Barreda und Ricky Brabec, die die Strecke eröffnen mussten, kontinuierlich Zeit ein.

Dafür setzte sich mit Kevin Benavides ein anderer Honda-Fahrer in Szene. Nach 183 Kilometern führte der Argentinier das virtuelle Zwischenklassement vor Price, der als 29. gestartet war, an. Einen guten Tag hatte auch Walkner, der die Top 3 komplettierte.

Nachdem der Österreicher wegen eines Kupplungsschadens am Vortag zweieinhalb Stunden verloren hatte, griff er heute im Staub der anderen Fahrer an. Den Tagessieg machten sich Kevin Benavides und Price in einem engen Fernduell aus.

Auf den letzten Kilometern überholte Price noch Kevin Benavides und sicherte sich nach drei Stunden und 38 Minuten den Tagessieg. Walkner wurde mit zweieinhalb Minuten Rückstand Dritter. Brabec und Barreda verloren heute etwas mehr als 20 Minuten.

"Es ist ziemlich frustrierend, an einem Tag vorne zu sein und am nächsten hinten", kommentiert Price den derzeitigen sportlichen Verlauf der Rallye. "Die schwierige Navigation macht es schwierig, die Strecke zur eröffnen. Das muss ich morgen machen."

Skyler Howes erstmals in Führung

Die Gesamtwertung wurde wieder auf den Kopf gestellt. Neuer Führender ist KTM-Privatier Howes. Kevin Benavides ist mit 33 Sekunden Rückstand Zweiter. Als Dritter folgt Xavier de Soultrait (Husqvarna). Price verbesserte sich auf Rang vier.

Barreda ist auf den achten Platz zurückgefallen und Brabec ist nur noch 13. Der Rückstand des Vorjahressiegers beträgt zwölf Minuten. Insgesamt gesehen sind die Zeitabstände in der Gesamtwertung noch sehr eng beisammen.

"Ich erwarte sehr viel von mir, aber im Endeffekt bin ich ein Privatier", sagt Howes. "Ich zahle dafür, dass ich dabei sein kann. Ich gebe mein Bestes und habe jeden Tag Spaß. Egal wie das Ergebnis ist, ich bin damit sehr glücklich."

Der Deutsche Sebastian Bühler (Hero) belegte heute Rang 21. In der Gesamtwertung ist er 24. Walkner konnte einige Positionen gutmachen und rückte auf Position 39 nach vor. Sein Rückstand auf die Spitze beträgt nun genau zwei Stunden.

Morgen geht es von Wadi Al Dawasir weiter nach Riad. Mit 813 Kilometern ist es die längste Etappe in diesem Jahr. Die Speziale beträgt 337 Kilometer. Wieder warten schwierige Dünengürtel auf die Teilnehmer.

Ergebnis der 3. Etappe (Top 10):

Pos.

Fahrer

Motorrad

Zeit

1

Australia

Toby Price

KTM

3:33.23 Stunden

2

Argentina

Kevin Benavides

Honda

+1:16 Minuten

3

Austria

Matthias Walkner

KTM

+2:36

4

United States

Skyler Howes

KTM

+6:16

5

United Kingdom

Sam Sunderland

KTM

+8:24

6

France

Xavier de Soultrait

Husqvarna

+8:50

7

Argentina

Franco Caimi

Yamaha

+10:04

8

Australia

Daniel Sanders

KTM

+11:22

9

Portugal

Rui Goncalves

Sherco

+12:19

10

Chile

Ignacio Cornejo

Honda

+13:09

Gesamtwertung nach 3 von 12 Etappen (Top 10):

Pos.

Fahrer

Motorrad

Zeit

1

United States

Skyler Howes

KTM

12:04.48 Stunden

2

Argentina

Kevin Benavides

Honda

+0:33 Minuten

3

France

Xavier de Soultrait

Husqvarna

+1:28

4

Australia

Toby Price

KTM

+1:52

5

United Kingdom

Sam Sunderland

KTM

+5:27

6

Botswana

Ross Branch

Yamaha

+7:14

7

Argentina

Luciano Benavides

Husqvarna

+7:56

8

Spain

Joan Barreda

Honda

+9:02

9

France

Adrien van Beveren

Yamaha

+9:09

10

Chile

Ignacio Cornejo

Honda

+9:24

Mit Bildmaterial von KTM.