Rallye Dakar 2021: Barreda gewinnt Etappe 4, de Soultrait neuer Führender

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 3 Min.

Der Jo-Jo-Effekt zeigte sich auch im Laufe der vierten Etappe der Rallye Dakar. Als hinterer Starter sicherte sich Joan Barreda (Honda) souverän den Tagessieg, während sein Teamkollege Ricky Brabec taktisch fuhr. In der Gesamtwertung hat Xavier de Soultrait (Husqvarna) die Führung übernommen.

Mit 813 Kilometern war die vierte Etappe von Wadi Al Dawasir nach Riad die längste in diesem Jahr. Die gezeitete Speziale betrug 337 Kilometer. Wieder prägte Sand das Terrain. Es war eine relativ schnell Prüfung.

Toby Price (KTM) musste heute die Strecke eröffnen und es zeigte sich wieder der Jo-Jo-Effekt. Die frühen Starter verloren Zeit, während die hinteren Fahrer aufholten. Das traf auf die Gruppe mit Barreda, Ricky Brabec (Honda), Ross Branch (Yamaha) und Pablo Quintanilla (Husqvarna) zu.

Nach 80 Kilometern verfuhr sich Price an der Spitze im Gelände und büßte mehrere Minuten ein. Bei Kilometer 125 führte Barreda, der als 30. gestartet war, das virtuelle Klassement an. Auch nach 172 Kilometern lag der Spanier bei der Zeitnahme vorne.

Das setzte sich bis ins Ziel fort. Nach zwei Stunden und 46 Minuten sicherte sich Barreda den Tagessieg. Brabec fuhr im letzten Viertel taktisch und verlor noch 17 Minuten, um den nächsten Tag nicht in der ersten Gruppe eröffnen zu müssen. Er klassierte sich als 18.

Mit knapp sechs Minuten Rückstand wurde Ross Branch (Yamaha) Zweiter. Dakar-Rookie Daniel Sanders (KTM) komplettierte die Top 3. Price verlor heute eine knappe Viertelstunde und landete außerhalb der Top 10.

In der Gesamtwertung ist Privatfahrer Skyler Howes (KTM) seine Führung wieder los. Neuer Spitzenreiter ist nun de Soultrait. Barreda ist dem Franzosen bis auf 15 Sekunden nahegekommen. Kevin Benavides (Honda) ist neuer Dritter.

"Wieder eine gute Etappe", freut sich Barreda. "Ich bin weit hinten gestartet, aber so ist die Dakar. Entweder ist man vorne oder hinten. Ich habe bisher drei Reifen verwendet. Mein heutiger Reifen ist sehr gebraucht, aber ich wollte ihn für drei Tage verwenden."

Der Österreicher Matthias Walkner (KTM), der heute als Dritter an der Startlinie stand, belegte den 23. Platz. In der Gesamtwertung rückte er auf Rang 31 nach vor. Der Deutsche Sebastian Bühler (Hero) folgte als 24. In der Gesamtwertung ist Bühler ebenfalls auf Position 24.

Morgen geht es von Riad weiter nach Buraida. Die Speziale beträgt 419 Kilometer. Es ist eine der schwierigsten Etappen der Rallye. Das Gelände ist einerseits von großen Dünengürteln gesäumt, andererseits von steinigen Abschnitten.

Ergebnis der 4. Etappe (Top 10):

Pos.

Fahrer

Motorrad

Zeit

1

Spain

Joan Barreda

Honda

2:46.50 Stunden

2

Botswana

Ross Branch

Yamaha

+5:57 Minuten

3

Australia

Daniel Sanders

KTM

+6:09

4

Argentina

Luciano Benavides

Husqvarna

+6:22

5

France

Xavier de Soultrait

Husqvarna

+7:19

6

Portugal

Joaquim Rodrigues

Hero

+7:21

7

Chile

Ignacio Cornejo

Honda

+7:29

8

Chile

Pablo Quintanilla

Husqvarna

+7:34

9

Slovakia

Stefan Svitko

KTM

+8:46

10

France

Adrien van Beveren

Yamaha

+9:22

Gesamtwertung nach 4 von 12 Etappen (Top 10):

Pos.

Fahrer

Motorrad

Zeit

1

France

Xavier de Soultrait

Husqvarna

15:00.25 Stunden

2

Spain

Joan Barreda

Honda

+0:15 Minuten

3

Argentina

Kevin Benavides

Honda

+3:24

4

Botswana

Ross Branch

Yamaha

+4:24

5

United States

Skyler Howes

KTM

+4:26

6

Argentina

Luciano Benavides

Husqvarna

+5:31

7

United Kingdom

Sam Sunderland

KTM

+7:13

8

Australia

Toby Price

KTM

+7:47

9

Chile

Ignacio Cornejo

Honda

+8:06

10

Chile

Pablo Quintanilla

Husqvarna

+9:31

Mit Bildmaterial von Honda.