Ralf Schumacher: Red Bull sollte "Bremsklotz" Albon besser gleich feuern

Norman Fischer
·Lesedauer: 2 Min.

Dass Alexander Albon spätestens mit seiner nächsten Nullnummer in Imola bei Red Bull nicht zu halten sein wird, da sind sich viele Experten einig. Als "Bremsklotz" bezeichnet ihn Ex-Pilot Ralf Schumacher bei 'Sky', Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve geht sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnet ihn gar als "schlechteste Nummer zwei bei Red Bull aller Zeiten".

Laut dem Kanadier verdiene Albon das Cockpit bei Red Bull bei Red Bull nicht, und dass der Thailänder auch 2021 noch für den Rennstall fährt, erscheint mittlerweile sehr unwahrscheinlich. "Grundsätzlich gibt es nicht viel, was dafür spricht, dass er bleiben kann", sagt auch Experte Marc Surer im Podcast 'Starting Grid' auf meinsportpodcast.de. "Ich sehe ihn eher als Handicap."

Einige Experten raten Red Bull daher, das Handicap am besten schon so früh wie möglich loszuwerden - am besten noch vor dem anstehenden Rennen in der Türkei in der kommenden Woche.

"Ich weiß nicht, warum er noch fährt", sagt Ralf Schumacher. "Wenn man da schon über nächstes Jahr nachdenkt, dann könnte man auch darüber nachdenken, den Ersatzkandidaten die letzten vier Rennen schon starten zu lassen."

Surer glaubt: Schonfrist bis Saisonende

Das Problem ist: Noch weiß man nicht, welcher Pilot 2021 im Red Bull sitzen wird. Nico Hülkenberg soll einer der Kandidaten sein, der theoretisch auch für die letzten Rennen frei wäre. Ein anderer Name ist Sergio Perez, der aber mit Racing Point noch um Platz drei in der Konstrukteurs-WM kämpft. Er hält die Fahnen des Teams derzeit hoch und dürfte wohl kaum die Freigabe erhalten.

Alex Albon, Red Bull Racing RB16, Daniil Kvyat, AlphaTauri AT01

Alex Albon, Red Bull Racing RB16, Daniil Kvyat, AlphaTauri AT01<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Alex Albon, Red Bull Racing RB16, Daniil Kvyat, AlphaTauri AT01Mark Sutton / Motorsport Images

Mark Sutton / Motorsport Images

Bei AlphaTauri blüht Gasly wieder auf, und Surer könnte sich vorstellen, dass das auch mit Albon passieren könnte, sollte man ihn zurück zum Schwesterteam schicken. "Ich bin sicher, Albon würde im AlphaTauri besser aussehen. Weil natürlich auch der Druck weg wäre", sagt er. "Du hast da nicht einen, der dir immer davonfährt, sondern der Druck wäre weg und du könntest dich wohlfühlen im Auto."

Da der Platz aber wohl an Formel-2-Pilot Yuki Tsunoda gehen soll, riecht es eher nach dem kompletten Formel-1-Aus. "Ich glaube, das wird passieren", fürchtet Surer.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.