Raketentests: Trump droht Nordkorea mit “Konsequenzen”

US-Präsident Donald Trump hat eine harte Reaktion auf den jüngsten Raketentest Nordkoreas angedroht. «Wir werden dem sehr entschieden begegnen», sagte Trump in Warschau. Trump will mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit Japans Premierminister Shinzo Abe und Südkoreas Präsident Moon Jae-In über Nordkorea beraten.

Donald Trump, US-Präsident:

“Wir müssen nicht nur unsere Nationen vor der Bedrohung durch den Terrorismus schützen, sondern auch der Bedrohung aus Nordkorea begegnen. Und darum geht es: Um eine Bedrohung. Und wir werden da sehr stark gegenhalten. Polens Präsident Andrzej Duda und ich fordern alle Nationen auf, dieser globalen Bedrohung zu begegnen und Nordkorea öffentlich zu zeigen, dass übles Verhalten Konsequenzen hat.”

Die Frage, ob er bereit sei, in Nordkorea militärisch einzugreifen, beantwortete Trump nicht.

«Ich ziehe keine rote Linie», sagte er in Anspielung auf eine frühere Aussage seines Vorgängers Barack Obama zu Syrien. Jedoch gebe es eine Reihe sehr ernster Optionen. «Ich mag nicht darüber sprechen, was ich denke», sagte der US-Präsident.

Nordkorea hatte wenige Tage zuvor nach eigenen Angaben zum erstenmal erfolgreich eine Interkontinental-Rakete getestet.

NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg:

“Nordkorea muss seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen, alle Aktivitäten im Zusammenhang mit seinen ballistischen Raketen- und Nuklearprogrammen stoppen, alle bestehenden Massenvernichtungswaffen ein für allemal aufgeben …”

Zunächst geht es Washington nach Expertenmeinung um eine Verschärfung der bestehenden Sanktionen gegen Nordkorea, weniger um eine militärischen Eskalation. Russland und China und setzen auf verstärkten Dialog.

Trump hatte China scharf für seine Nordkorea-Politik kritisiert.

su mit dpa