Rajoy will Anti-Terror-Zusammenarbeit in Europa stärken

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy will die Anti-Terror-Zusammenarbeit in Europa stärken und baut dabei auf die Regierungen in Berlin, Rom und Paris

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy will die Anti-Terror-Zusammenarbeit in Europa stärken und baut dabei auf die Regierungen in Berlin, Rom und Paris. Die bisherigen "Mechanismen" der Zusammenarbeit müssten untersucht und Möglichkeiten für ihre "Verbesserung" geprüft werden, sagte Rajoy am Freitag nach einer Kabinettssitzung in Madrid.

Der spanische Regierungschef äußerte sich mit Blick auf den Vierer-Gipfel, zu dem er am Montag in Paris mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem italienischen Regierungschef Paolo Gentiloni verabredet ist. Er habe Macron aufgefordert, das Thema am Montag auf die Tagesordnung zu setzen, sagte Rajoy.

Seine Regierung setze sich für eine europäische Charta der Rechte von Opfern ein, fügte der spanische Ministerpräsident hinzu. Der Terrorismus sei eine "globale Bedrohung", auf die eine "globale Antwort" gefunden werden müsse.

Am vergangenen Donnerstag und Freitag waren bei Anschlägen in Katalonien 15 Menschen getötet und mehr als 120 weitere verletzt worden. "Bedauerlicherweise" seien diese Anschläge keine "Ausnahme", sondern ein "weiteres Element" in einer langen Abfolge von Anschlägen in Europa, sagte Rajoy unter Hinweis auf die Anschläge von Nizza, London und Berlin.

Rajoy forderte die spanische Bevölkerung auf, am Samstag an einer großen Solidaritätskundgebung in Barcelona teilzunehmen. "Die ganze katalanische Gesellschaft und ganz Spanien wird dann eine Botschaft der Einheit und der Ablehnung des Terrorismus aussenden", sagte Rajoy.