Rajoy: "Angriff auf die Verfassung"

2017 ist ein "sehr schwieriges Jahr" für Spanien gewesen. Das sagte Ministerpräsident Mariano Rajoy auf seiner Jahresabschlusspressekonferenz in diesem Jahr in Madrid. Den Katalonienkonflikt bezeichnete er als den bisher größten Angriff auf spanische Verfassung. Die instabile Lage in Katalonien werfe Sand ins Triebwerk der spanischen Wirtschaft.

Der spanische Regierungschef erklärte: "Ich hoffe, dass es in Katalonien eine Regierung geben wird, die in der Lage ist, einen Dialog zu führen, dass es eine Regierung für alle Katalanen sein wird und nicht nur für die Hälfte der Bevölkerung, und eine Regierung, die mit dem Rest Spaniens und mit dem Parlament in Madrid auskommt."

Die für die Unabhängigkeit Kataloniens eintretenden Parteien hatten bei der Neuwahl die absolute Mehrheit der Sitze errungen.

Das Parlament tritt in Barcelona erstmals am 17. Januar zusammen.

Im Gegensatz zur liberalen Ciudadanos-Chefin Inés Arrimadas kann sich der nach Belgien geflohene Separatistenführer Carles Puigdemont Hoffnungen auf eine erneute Wahl zum Regionalpräsidenten machen, weil er Bündnispartner hat.