Raiola: "Dunkelhäutige Spieler müssen immer besser sein"

Romelu Lukaku hatte zuletzt mit einem rassistischen Song der Manchester-Fans zu kämpfen

Spielerberater Mino Raiola beklagt systematische Benachteiligung dunkelhäutiger Spieler im Fußball.

"Dunkelhäutige Profis werden ständig diskriminiert. Es reicht nicht so gut zu sein wie ein weißer Spieler. Sie müssen immer besser sein", sagte der 49-Jährige im Interview mit dem Mirror.

"Wenn ich einem Verein einen Namen nenne, zum Beispiel den eines dänischen Spielers, ist die erste Frage, ob er schwarz oder weiß ist. Ich frage mich, was die das interessiert?", wütete Raiola weiter.

Lukaku bereits als Jugendlicher diskriminiert

Der Italiener berät Profis wie Manchester Uniteds Paul Pogba, Zlatan Ibrahimovic und Romelu Lukaku. Letzterer soll bereits in seiner Jugend mit Rassismus in Kontakt gekommen sein.

"Lukakus Mutter hat mir erzählt, dass andere Eltern nicht glaubten, dass er erst 12 oder 14 Jahre alt war. Wenn er drei oder vier Tore schoss, schrien sie, dass er nicht das richtige Alter hätte. Sie ist dann tatsächlich mit seiner Geburtsurkunde zu den Spielen gegangen", erklärte Raiola.

Auch ein Top-Star wie Ibrahimovic wurde laut dem Berater diskriminiert.

Raiola hatte im letzten Monat seinen Schützling Lukaku unterstützt, der einen rassistischen Song der Fans der 'Red Devils' verbieten lassen wollte. Darin ging es um die Fähigkeiten des belgischen Stürmers, allerdings auch um die Größe seines Geschlechtsteils.