Radsport: Vuelta: Denifl siegt, Froome mit Rückschlag am Berg

Der britische Tour-Sieger Christopher Froome hat auf dem Weg zum Double und seinem ersten Triumph bei der Vuelta einen Teil seines Vorsprungs eingebüßt. Einen Tag nach seinem Zeitfahrsieg verlor der Sky-Kapitän auf der 17. Etappe über 180,5 km von Villadiego auf den bis zu 26 Prozent steilen Alto de Las Machucos 42 Sekunden auf seinen ärgsten Verfolger Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain-Merida).

Der britische Tour-Sieger Christopher Froome hat auf dem Weg zum Double und seinem ersten Triumph bei der Vuelta einen Teil seines Vorsprungs eingebüßt. Einen Tag nach seinem Zeitfahrsieg verlor der Sky-Kapitän auf der 17. Etappe über 180,5 km von Villadiego auf den bis zu 26 Prozent steilen Alto de Las Machucos 42 Sekunden auf seinen ärgsten Verfolger Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain-Merida).

Nach dem Tagessieg des Österreichers Stefan Denifl aus dem irischen Team Aqua Blue Sport beträgt Froomes Vorsprung auf Nibali nur noch 1:16 Minuten. Auch der drittplatzierte Niederländer Wilco Kelderman vom deutschen Team Sunweb (+2:13), der Russe Ilnur Zakarin (Katjuscha-Alpecin/+2:25) sowie der spanische Routinier Alberto Contador (Trek-Segafredo/+3:34) konnten Zeit auf Froome gutmachen.

"Es ist nie schön, Zeit zu verlieren. Gleichzeitig bin ich froh über die Position, in der wir uns befinden", sagte Froome nach der Etappe: "Wir alle wussten, dass es heute ein richtig hartes Finale geben wird - und das war es."

Nibali und Contador laugten Froome aus

Bis zum Fuß des finalen Anstiegs kontrollierte Froomes Team Sky gewohnt dominant das Feld. Die Attacken von Nibali und vor allem Contador, der seine Karriere nach jeweils zwei Gesamtsiegen bei der Tour de France und dem Giro d'Italia sowie drei bei der Vuelta am Sonntag beenden wird, konnte Froome nicht mitgehen und wirkte deutlich angeschlagen.

Die Ergebnisse der Vuelta im Überblick!

Der 32-Jährige wäre erst der dritte Profi, dem der Doppelschlag bei Tour und Vuelta in einem Jahr gelingt. 1963 hatte der große Franzose Jacques Anquetil, 1978 dessen nicht weniger berühmter Landsmann Bernard Hinault beide Rundfahrten gewonnen. Damals wurde die Vuelta aber noch zu Saisonbeginn und die Tour als letzte der drei großen Rundfahrten ausgetragen, die Ruhepause war dementsprechend größer. Umso höher wäre Froomes Leistung einzustufen.

Auch in den kommenden Tagen muss Froome weiter wachsam sein. An den letzten Vuelta-Tagen stehen noch zwei Bergankünfte an, wobei es am Donnerstag auf der 169 km langen Etappe von Suances nach Santo Toribio de Liébana nach drei mittelschweren Bergen "nur" eine 2,5 km lange Rampe am Ende geben wird. Entschieden wird die Spanien-Rundfahrt wohl erst am kommenden Samstag im bis zu 23,5 Prozent steilen Finale am Alto de L'Angliru. Tags darauf endet die Vuelta in Madrid.

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