Radsport: Ullrich glaubt an sauberen Radsport: "Die schwarze Zeit ist vorbei"

Deutschlands einziger Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich glaubt an den sauberen Radsport. "Die schwarze Zeit des Radsports ist vorbei. Ich hoffe, dass die Fahrer von heute aus unseren Fehlern gelernt haben", sagte der 43-Jährige der Sport Bild: "Ich will daran glauben und gehe von der Unschuld der Fahrer aus."

Deutschlands einziger Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich glaubt an den sauberen Radsport. "Die schwarze Zeit des Radsports ist vorbei. Ich hoffe, dass die Fahrer von heute aus unseren Fehlern gelernt haben", sagte der 43-Jährige der Sport Bild: "Ich will daran glauben und gehe von der Unschuld der Fahrer aus."

Ullrich, Tour-Sieger von 1997, erzielte seine Erfolge in einer Zeit, in der Doping im Peloton weit verbreitet war. 2006 wurde er kurz vor dem Start der Tour de France wegen seiner Verwicklung in die weitreichende Fuentes-Affäre suspendiert, im Februar 2007 beendete er seine Karriere. Kritiker stört an Ullrich vor allem die von ihm selbst bis heute nur unzureichend aufgearbeitete Vergangenheit.

Die am vergangenen Sonntag zu Ende gegangene 104. Frankreich-Rundfahrt verfolgte er in Korschenbroich (2. Etappe) an der Strecke, auch in der Folge blieb Ullrich interessiert. "Ich habe so viel Tour geguckt wie seit Jahren nicht mehr. Ich war richtig begeistert", sagte Ullrich.

Ein Sonderlob erhielt Sprinter Marcel Kittel, der fünf Etappen gewann. "Wahnsinn, was er geleistet hat. Für den deutschen Radsport ist er ein Glücksfall, auch wenn er leider für ein belgisches und nicht für ein deutsches Team fährt."

Ein deutscher Anwärter auf das Gelbe Trikot ist laut Ullrich vorerst nicht in Sicht: "Die Tour de France gibt es seit 1903. Und ich bin der einzige deutsche Sieger. Das zeigt, wie schwer das ist. Ich war, wie man so schön sagt, ein Jahrhunderttalent." Aber auch darüber hinaus müsse viel zusammenpassen. "Leider sehe ich derzeit keinen, der mal um den Gesamtsieg mitfahren könnte", sagte Ullrich.

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