Radsport: Andalusien-Rundfahrt: Froome im Zeitfahren nur Elfter - Wellens Gesamtsieger

Der viermaligen Tour-de-France-Sieger Chris Froome (Großbritannien) ist bei seinem umstrittenen Saisondebüt bei der Andalusien-Rundfahrt ohne Sieg geblieben.

Der viermaligen Tour-de-France-Sieger Chris Froome (Großbritannien) ist bei seinem umstrittenen Saisondebüt bei der Andalusien-Rundfahrt ohne Sieg geblieben.

Der wegen der Salbutamol-Affäre im Blickfeld stehende Sky-Fahrer musste sich auch im abschließenden Einzelzeitfahren über 14,2 km in der Küstenstadt Barbate geschlagen geben und kam mit 27 Sekunden Rückstand auf seinen siegreichen Teamkollegen David de la Cruz (Spanien) nur auf Rang elf.

Den Gesamtsieg sicherte sich der Belgier Tim Wellens (Lotto-Soudal), der zum Abschluss Achter wurde, vor dem Niederländer Wout Poels (Sky) und dem Spanier Marc Soler (Movistar). Froome wurde Gesamtzehnter. Der Olympiasieger von 2016 im Einzelzeitfahren hatte bereits am Samstag durch einen großen Zeitverlust wegen eines technischen Defekts alle Chancen auf seinen zweiten Gesamtsieg nach 2015 eingebüßt.

Froome hatte bei der Spanien-Rundfahrt im vergangenen September zwei Dopingproben abgegeben, bei denen der erlaubte Wert des Asthma-Mittels Salbutamol um das Doppelte überschritten war. Der 32-Jährige beteuert seitdem seine Unschuld und sprach von "verbreiteten Fehlinformationen". Medienberichten zufolge will das Anti-Doping-Tribunal des Weltverbandes UCI ein Verfahren gegen Froome eröffnen.

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