Rüstungsexporte: U-Boot-Deal mit Israel in Gefahr

Das deutsche U-Boot-Geschäft mit Israel könnte wegen möglicher Korruption scheitern.

Die politisch brisante Lieferung von drei U-Booten aus deutscher Produktion an Israel könnte möglicherweise in letzter Minute scheitern. Die israelischen Behörden ermitteln gegen mehrere an dem Deal Beteiligte wegen des Verdachts auf Korruption. Anfang der Woche wurden Verdächtige in Israel verhört. Bestätigen sich die Vorwürfe gegen sie, könnte die Bundesregierung das Geschäft aufkündigen. Diese Rücktrittsklausel jedenfalls ist offenbar Bestandteil des Genehmigungsschreibens aus Berlin.

Drei Verdächtige in Untersuchungshaft

Am Montag und Dienstag schlug die Polizei in Israel zu. Sie verhörte sieben Verdächtige, unter ihnen der Repräsentant des deutschen Schiffsbauers ThyssenKrupp Marine Systems in Israel sowie ein pensionierter Generalmajor der israelischen Streitkräfte. Drei der Verdächtigen sind in Untersuchungshaft, einer wurde unter Hausarrest gestellt. ThyssenKrupp will die U-Boote in Kiel bauen. Das Geschäft soll dem Konzern etwa 1,5 Milliarden US-Dollar einbringen, umgerechnet 1,315 Milliarden Euro.

Nutzen der neuen U-Boote umstritten

Die mögliche Korruptionsaffäre wurde im Herbst vergangenen Jahres öffentlich. Dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu wurde vorgeworfen, den Kauf der U-Boote gegen den erklärten Willen von Militär und Verteidigungsministerium durchgesetzt zu haben.

Nach Auffassung des inzwischen zurückgetretenen Verteidigungsministers Moshe Jaalon braucht Israel auch keine zusätzlichen U-Boote. Es seien fünf U-Boote vorhanden und ein sechstes im Bau. Das reiche, um die Sicherheit Israel...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung