Vor Rückspiel gegen Atletico Madrid: Sporting Lissabon zieht Disziplinarverfahren gegen Spieler zurück

Der Streit zwischen Klubführung und Spielern von Sporting ist vor dem Duell in der Europa League mit Atletico nicht weiter eskaliert.

Vor dem Europa-League-Rückspiel gegen Atletico Madrid am Donnerstag hat der frühere portugiesische Meister Sporting Lissabon das Disziplinarverfahren gegen die eigene Mannschaft zurückgezogen. Das wurde in einer Vorstandssitzung am Mittwoch beschlossen.

Der Vorstand sei zwar einstimmig der Ansicht gewesen, dass die Einstellung der Spieler zu ihrem Arbeitgeber nicht korrekt gewesen sei, hieß es im Statement. Dennoch wäre zum aktuellen Zeitpunkt der Zusammenhalt wichtiger, um die sportlichen Prüfungen zu bestehen.

Facebook-Post als Ausgangspunkt des Streits

Vorausgegangen war der Ärger des Präsidenten Bruno de Carvalho über die schwache Leistung seiner Mannschaft bei der 0:2-Niederlage im Hinspiel in Madrid, die er anschließend auf seinem Facebook-Account kritisierte. Daraufhin reagierte die Mannschaft ebenfalls mit einem öffentlichen Statement. 

"Im Namen des Teams drücken wir unsere Abscheu gegenüber den öffentlichen Aussagen unseres Präsidenten nach dem gestrigen Spiel aus, in dem wir nicht das gewünschte Resultat erreicht haben", hieß es in der Erklärung, die 19 Spielern auf ihren Kanälen in den sozialen Medien veröffentlichten.