Rückkehr auf die Weltbühne

Fnatic qualifizierte sich als dritter europäischer Seed für die WM

Fünf LCS-Titel, der Triumph bei der ersten World Championship und diverse vorzeigbare Ergebnisse bei weiteren internationalen Turnieren stehen unterm Strich für Fnatic in der sechsjährigen Historie seit dem Einstieg in League of Legends. 2016 war für die Organisation eine einzige Enttäuschung. Nun kehrt Fnatic auf die Weltbühne zurück.

Eine ehemalige Dynastie

Über drei Jahre war Fnatic das Vorzeigeteam in der europäischen League of Legends-Szene. In dieser Zeit holte die Organisation fünf LCS-Titel und erreichte zweimal das Halbfinale der WM. Mit den Abgängen von Huni, Reignover und YellOwStaR Ende 2015 versank das Team aber für eine längere Zeit im Mittelfeld.


In beiden Splits im Vorjahr verpasste Fnatic das Finale und qualifizierte sich auch erstmals seit 2012 nicht für das größte Turnier des Jahres. Erst zum Ende des diesjährigen Spring Splits war eine Steigerung dank des "Animal Styles" zu sehen.

Diesen legte das Quintett um Publikumsliebling Rekkles nach den Rift Rivals ab und setzt seitdem auf die "normalen" Picks. Die Probleme von Fnatic verschwanden damit aber nicht, wie insbesondere beim 1:3 im Sommer-Halbfinale gegen die Misfits zu sehen war. Bei den Regional Finals bekam der fünfmalige LCS-Champion aber rechtzeitig die Kurve.

Star und Anführer

AD-Carry Rekkles wurde schon früh Profi. Er gehörte bereits zu den großen Namen, bevor er überhaupt alt genug war, um in der LCS zu spielen. Der Schwede galt immer als talentierter Spieler, doch in den vergangenen Monaten machte er eine bemerkenswerte Entwicklung durch.


Der 20-Jährige ist nicht nur der Star des Teams, sondern nun auch ein Anführer. Insbesondere die Synergie mit seinem langjährigen Weggefährten sOAZ ist eine große Stärke im Spiel von Fnatic.

Pflichtprogramm Play-In-Phase

Aufgrund der großen Änderungen am Format der World Championship muss Fnatic in der neuen Play-In-Phase ran. Dort befinden sich die Europäer mit Young Generation aus Vietnam und den Kaos Latin Gamers aus Chile in einer Gruppe.

Alles andere als vier Siege wäre eine Enttäuschung für Rekkles und Co. Auch im Playoff-Match um einen der vier zu vergebenden Slots für die Gruppenphase des Haupt-Events sollte Fnatic Favorit sein, solange Team WE nicht der Gegner in dieser Best-of-Five-Serie ist.


Bei einer erfolgreichen Play-In-Phase würde der Dritte des EU LCS Summer Splits entweder in Gruppe A mit SK Telecom T1, EDward Gaming und ahq e-Sports Club oder Gruppe B mit Longzhu Gaming, den Immortals und den GIGABYTE Marines landen.

In beiden Fällen wäre ein zweiter Platz möglich, aber alles andere als sicher. SKT und Longzhu gelten als haushohe Favoriten auf den Gruppensieg in der eigenen Gruppe, die restlichen Konkurrenten sind für ein stark aufgelegtes Fnatic schlagbar, aber auch keine Selbstläufer.

Die Rückkehr auf die Weltbühne soll von Erfolg geprägt sein. Zunächst muss Fnatic aber die erste Hürde ab dem 23. September bestehen. Im Anschluss können Rekkles und Co. versuchen, auf den Spuren vergangener Lineups zu wandeln.