Die Rückkehr der Eiskönigin: Das sind die DVD-Highlights der Woche

Elisa Eberle

"Eiskönigin 2", "Ich war noch niemals in New York" und "Gut gegen Nordwind": Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Sieben Jahre ist es her, dass Eiskönigin Elsa mit ihren Freunden weltweit die Kinos und Kinderzimmer im Sturm eroberte. 1,28 Milliarden Dollar spielte der Film "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" damals ein und landete somit auf Platz eins der erfolgreichsten Animationsfilme. Anfang Januar legte sein Nachfolger "Die Eiskönigin 2" noch mal eine Schippe drauf und schaffte es mit 1,32 Milliarden US-Dollar an die Spitze. Nun erscheint der Animationsfilm unter der Regie von Jennifer Lee und Chris Buck fürs Heimkino - ebenso wie "Ich war noch niemals in New York" und "Gut gegen Nordwind".

"Die Eiskönigin 2" (VÖ: 26. März)

Ein mysteriöser Zauber bricht über das Königreich Arendelle herein. Elsa, die den Umgang mit ihren Gefrierkräften gelernt hat, fühlt sich immer mehr von einem merkwürdigen Singsang, den nur sie wahrnehmen kann, angezogen. Der Reiz ist so stark, dass sich die junge Königin gemeinsam mit Anna, Kristoff, Rentier Sven und Schneemann Olaf zu einem verwunschenen Wald begibt. An dem verfluchten Ort tauchen die Schwestern schon bald in die Vergangenheit ihrer Familie ein und ergründen dabei, was es mit Elsas besonderer Gabe auf sich hat. Von einer preisverdächtigen Geschichte mag "Die Eiskönigin 2" ein gutes Stück entfernt sein; die Art und Weise, wie Jennifer Lee und Chris Buck Themen des Erstlings - Mut, Vertrauen, geschwisterliche Nähe - weiterspinnen, ist aber auch diesmal bezaubernd. Zum Schluss wartet der Film mit einer wunderbaren Versöhnungsbotschaft auf: Unrecht wird anerkannt und Völkerverständigung beschworen.

Preis DVD: circa 15 Euro

USA, 2019, Regie: Jennifer Lee / Chris Buck, Laufzeit: 103 Minuten

"Ich war noch niemals in New York" (VÖ: 26. März)

Weil ihre Mutter Maria (Katharina Thalbach) das Gedächtnis verliert und es ausgerechnet in New York wiederfinden will, landet die Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg (Heike Makatsch) gemeinsam mit ihrem Maskenbildner Fred (Michael Ostrowski) unfreiwillig auf einem Traumschiff. Auf dem Dampfer tummeln sich auch diverese andere Typen, die entweder eine gemeinsame Vergangenheit hatten oder es schon bald miteinander zu tun bekommen. Philipp Stölzl inszeniert "Ich war noch niemals in New York" als einen schwungvollen Rausch aus knallbunten Farben und aberwitzigen Choreografien. Die Figuren macht er greifbar, nicht zuletzt durch die Zwischentöne: Sie alle werden zu Menschen, die für Ängste und Hoffnungen, für Freude und Frust immer den passenden Song parat haben (und zumeist erstaunlich gut singen).

Preis DVD: circa 14 Euro

D / A, 2019, Regie: Philipp Stölze, Laufzeit: 123 Minuten

"Pferde stehlen" (VÖ: 27. März)

Nach dem Tod seiner Frau verkriecht sich Trond (Stellan Skarsgård) kurz vor dem Jahrtausendwechsel in seinem Haus in der norwegischen Einöde. Als eines Abends Lars (Bjørn Floberg) unvermittelt auftaucht, wird Trond mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Schließlich erkennt er im Gegenüber den Bruder eines Freundes aus Jugendtagen. Der ereignisreiche Sommer 1948 drängt sich daraufhin in sein Bewusstsein. Damals verbrachte der junge Trond (Jon Ranes) mit seinem Vater (Tobias Santelmann) ein paar Wochen in der Wildnis und wurde Zeuge von schmerzhaften und tragischen Ereignissen. "Pferde stehlen" hat mit strukturellen Problemen zu kämpfen, wartet aber auch mit einigen ordentlichen Pluspunkten auf. Neben der zurückgenommenen, dennoch tiefschürfenden Darbietung Stellan Skarsgårds, der die Last greifbar macht, die auf Trond drückt, stechen die wuchtig-atmosphärischen Naturaufnahmen und der eindringliche Toneinsatz hervor.

Preis DVD: circa 14 Euro

NOR / SWE / DNK, 2019, Regie: Hans Petter Moland, Laufzeit: 122 Minuten