Die Rückkehr der Antihelden: Das sind die Heimkino-Highlights der Woche

·Lesedauer: 3 Min.
Der Söldner Bloodsport (Idris Elba) und der humanoide Hai King Shark gehen ein Himmelfahrtskommando an. (Bild: 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. TM & © DC.)
Der Söldner Bloodsport (Idris Elba) und der humanoide Hai King Shark gehen ein Himmelfahrtskommando an. (Bild: 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. TM & © DC.)

"The Suicide Squad", "The Green Knight" und "Reminiscence - Die Erinnerung stirbt nie": Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Bereits 2016 bekam die als "Suicide Squad" bekannte DC-Antiheldentruppe von David Ayer einen Kinoauftritt spendiert. An den Kassen legte der Actionstreifen damals eine mehr als ordentliche Performance hin. Unter Kritikern gilt er aber als einer der schwächsten DC-Beiträge. Vor diesem Hintergrund erhielt der "Guardians of the Galaxy"-Schöpfer James Gunn alle Freiheiten für seine eigene Suicide-Squad-Vision, die für sich allein stehen soll. Auch wenn einige bekannte Gesichter zurückkehren, gibt es im Grunde keine Querverbindungen zu den Ereignissen des Vorgängers. Nun erscheint "The Suicide Squad" ebenso wie "The Green Knight" und "Reminiscence - Die Erinnerung stirbt nie" auf DVD und Blu-ray.

Auf ein Neues! Die Antiheldentruppe Suicide Squad bekommt nach dem verunglückten ersten Leinwandauftritt von 2016 eine Frischzellenkur verpasst. (Bild: 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. TM & © DC. )
Auf ein Neues! Die Antiheldentruppe Suicide Squad bekommt nach dem verunglückten ersten Leinwandauftritt von 2016 eine Frischzellenkur verpasst. (Bild: 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. TM & © DC. )

"The Suicide Squad" (VÖ: 2. Dezember)

Als in dem fiktiven südamerikanischen Inselstaat Corto Maltese das Militär die Macht ergreift, erhält die bereits in "Suicide Squad" auftauchende Regierungsbeamtin Amanda Waller (Viola Davis) die Weisung, ein paar Insassen des berüchtigten Belle-Reve-Gefängnisses für eine Spezialeinheit zu rekrutieren. Die "Task Force X" - so der Name der unter Zwang zusammengestellten Einheit - soll sich auf das Eiland begeben und dort ein gefährliches Forschungsprojekt zerstören. Schnell begreift der Söldner Bloodsport (Idris Elba), dass er ein Himmelfahrtskommando anführt. Keine Frage, der Plot liest sich wie der Handlungsabriss eines anspruchslosen 80er-Jahre-Actionreißers. In schöner Regelmäßigkeit gelingt es Gunn aber, die Erwartungen des Zuschauers zu unterlaufen und seine absurde Geschichte mit unterhaltsamen Ideen aufzuwerten.

Preis DVD: circa 15 Euro

USA, 2021, Regie: James Gunn, Laufzeit: 127 Minuten

Der tapfere Sir Gawain (Dev Patel) macht sich auf eine abenteuerliche Reise, um den Grünen Ritter zu finden. (Bild: EuroVideo / Eric Zachanowich / A24 Films)
Der tapfere Sir Gawain (Dev Patel) macht sich auf eine abenteuerliche Reise, um den Grünen Ritter zu finden. (Bild: EuroVideo / Eric Zachanowich / A24 Films)

"The Green Knight" (VÖ: 9. Dezember)

Weil Dev Patel, in London geborener Schauspieler, indische Wurzeln hat, wurde er meist für indischstämmige Rollen besetzt. Etwa in "Slumdog Millionär" (2008). Vor zwei Jahren aber ging Regisseur Armando Iannucci ein kleines Wagnis ein und engagierte Patel für die Hauptrolle in seiner Dickens-Verfilmung "David Copperfield", einem farbenblind besetzten, unglaublich sympathischen Film. In "The Green Knight" spielt Patel nun eine weitere ur-englische Rolle: die des Sir Gawain, ein Ritter der Tafelrunde. Regie bei "The Green Knight" führte David Lowery ("A Ghost Story"). Für den Film hat sich der US-Amerikaner die Artus-Sage vorgenommen. In beeindruckenden Bildern schickt er Sir Gawain auf eine abenteuerliche Reise, um den Grünen Ritter zu finden, eine Sagengestalt mit überirdischen Kräften, die halb Baum und halb Mensch ist. Die Begegnung mit dem rätselhaften Wesen wird für Gawain zur Prüfung seines Heldenmuts.

Preis DVD: circa 13 Euro

USA, 2021, Regie: David Lowery, Laufzeit: 125 Minuten

Der Fantasy-Film "The Green Knight" basiert auf der Artussage. (Bild: EuroVideo)
Der Fantasy-Film "The Green Knight" basiert auf der Artussage. (Bild: EuroVideo)

"Reminiscence - Die Erinnerung stirbt nie" (VÖ: 9. Dezember)

Der Klimawandel hat weltweit die Meere ansteigen lassen, auch in Miami, wo der Privatdetektiv Nick Bannister (Hugh Jackman) arbeitet. Und so watet der Schnüffler durch eine nasse Stadt, in der sich die Menschen mithilfe einer Maschine, die die Vergangenheit aufleben lassen kann, in ihre eigene Realität flüchten. Als er mit Mae (Rebecca Ferguson) eine neue Klientin annimmt und diese wenig später verschwindet, macht er sich auf die Suche - und gerät hinein in ein undurchdringliches Netz aus Gewalt. Die Handlung und auch die Bilder von "Reminiscence" wecken Erinnerungen an Filme von Christopher Nolan. Und tatsächlich: Nolans Bruder Jonathan, der mit dem Kult-Regisseur die Drehbücher zu Erfolgen wie "Memento" und "Interstellar" verfasst hat, ist als Produzent an diesem Film beteiligt. Regie führte Lisa Joy, Jonathan Nolans Ehefrau ("Westworld").

Preis DVD: circa 14 Euro

USA, 2021, Regie: Lisa Joy, Laufzeit: 112 Minuten

Der Privatdetektiv Nick Bannister (Hugh Jackman) verliebt sich in seine neue Klientin Mae (Rebecca Ferguson) - die schon bald aber wieder verschwindet. In Miami macht sich Bannister auf die Suche nach ihr. (Bild: 2021 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.)
Der Privatdetektiv Nick Bannister (Hugh Jackman) verliebt sich in seine neue Klientin Mae (Rebecca Ferguson) - die schon bald aber wieder verschwindet. In Miami macht sich Bannister auf die Suche nach ihr. (Bild: 2021 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.)
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