Römisch-Germanisches Museum: Sanierungspläne kommen erst nach dem Auszug

Unteranderem schließt das Römisch-Germanische Museum für sechs Jahre.

Die Planungen für die Sanierung des Römisch-Germanischen Museums (RGM) am Roncalliplatz werden erst beginnen, nachdem das Museum Ende des Jahres ausgezogen ist. Gleichzeitig hat sich die Sanierungsdauer von drei Jahren auf mehr als sechs Jahre verdoppelt. Beides sorgt für große Verärgerung bei den Ratspolitikern, aber auch bei der Verwaltungschefin Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Bei der Frage, wer die Verantwortung dafür trägt, hat Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf politische Beschlüsse verwiesen. So sei es nicht möglich gewesen, bereits vorab alles zu planen, weil es mehrfach Änderungswünsche gegeben habe. Zunächst habe die Politik gefordert, den Durchgang im Eingangsbereich des RGM zu schließen. Eine weitere Verzögerung sei entstanden, als der damalige Oberbürgermeister Jürgen Roters den Wunsch äußerte, neben dem RGM ein neues Stadtmuseum zu bauen.

Gebäudewirtschaft übernimmt

Im Jahresberichts zur Sanierung des RGM heißt es, dass das Kulturdezernat am 6. März 2012 einen Vertrag mit der städtischen Gebäudewirtschaft geschlossen habe, um diese mit Projektmanagement, Projektsteuerung und Qualitätssicherung für das Bauvorhaben zu beauftragen. Zunächst wurde eine reine Sanierung des Hauses am Roncalliplatz geplant. Nach dem Vorschlag, die RGM-Verwaltung mit einem neuen Stadtmuseum zusammenzufassen, wurde nach Angaben der Stadt im Museumsgebäude nur noch eine Bestandsaufnahme der zu sanierenden Gewerke betrieben.

Auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ verwies Kulturdezernentin Laugwitz-Aulbach darauf, dass es sich dabei um eine Vereinbarung gehandelt habe und nicht um einen Vertrag. Diese sei im Herbst 2016 aufgehoben worden, weil die Gebäudewirtschaft das Projekt personell nicht mehr habe stemmen können, so Laugwitz-Aulbach. Die Gebäudewirtschaft werde die Sanierung des RGM jetzt allerdings wieder übernehmen.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat zudem angekündigt, dass sie die Zuständigkeit für die Kulturbauten grundsätzlich von Laugwitz-Aulbach auf die von Baudezernent Franz-Josef Höing geführte Gebäudewirtschaft übertragen will....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta