Röhler schlägt Vetter in Doha: Deutsches Speertrio über 90 m

Röhler schlägt Vetter in Doha: Deutsches Speertrio über 90 m

Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler (Jena) hat den ersten großen Schlagabtausch mit Weltmeister Johannes Vetter (Offenburg) für sich entschieden. Beim Diamond-League-Auftakt in Doha/Katar siegte Röhler in einem packenden Wettkampf mit 91,78 m knapp vor Vetter (91,56). Als Dritter zeigte auch Andreas Hofmann (Mannheim) mit 90,08 m eine ganz starke Leistung.
Damit schrieben die deutschen Speerwerfer gleich doppelt Geschichte. Nie zuvor waren in einem Wettkampf mit dem aktuellen Speermodell (seit 1986) zwei Werfer über 91,50 m geblieben, zum ersten Mal übertrafen drei Athleten die 90,00 m.
"Ich bin sehr zufrieden, der Auftakt hätte nicht besser laufen können", sagte Röhler dem SID: "Drei Deutsche über 90 Meter, das ist unglaublich, das gab es noch nie. Wenn wir unsere Leistung bringen, dann sind wir kaum zu schlagen." 
Gut drei Monate vor den Europameisterschaften in Berlin (7. bis 12. August) ist das deutsche Trio das Maß aller Dinge. Vetter bleibt trotz der Niederlage in Doha die Nummer eins der Welt, im März hatte er in Leiria/Portugal bereits 92,70 erzielt.
Röhler hatte 2017 in Doha den deutschen Rekord auf 93,90 m gesteigert und sich auf Platz zwei der "ewigen" Bestenliste hinter Tschechiens Weltrekordler Jan Zelezny (98,48/1994) geschoben. Zwei Monate später knackte Vetter in Luzern Röhlers Bestmarke mit 94,44 und holte wenig später auch den WM-Titel.