Rätsel um Diebstahl von 2,3 Millionen Euro aus Geldtransporter offenbar gelöst

Polizisten an einem Rastplatz, wo der Geldtransporter eine Pause eingelegt hatte

Drei Monate nach dem rätselhaften Diebstahl von rund 2,3 Millionen Euro aus einem Geldtransporter in Schleswig-Holstein scheint der Kriminalfall geklärt: Polizei und Staatsanwaltschaft beschlagnahmten nach eigenen Angaben den größten Teil des verschwundenen Geldes und nahmen zugleich den Fahrer des Transporters fest. Auch ein zweiter Mann wurde demnach bei der Aktion am Mittwoch festgenommen.

Wie die Beamten in Neumünster mitteilten, galt der Fahrer des fraglichen Geldtransporters von Anfang an als verdächtig. Im Zuge umfangreichen Ermittlungen fanden sie heraus, dass die Beute in mehrere Autos versteckt worden war. Sie beantragten Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt acht Fahrzeuge und ließen sie dann in einer Kontrollanlage des Zolls röntgen.

Dabei entdeckten sie mehr als zwei Millionen Euro. Parallel nahmen sie die beiden Männer im Alter von 40 und 47 Jahren fest. Bei einem handelte es sich demnach um den Fahrer, zu dem anderen machten die Ermittler keine näheren Angaben. Sie sprachen von einem "großen Ermittlungserfolg". Zugleich gehe ihre "akribische Ermittlungsarbeit" weiter, betonten sie.

Das Verschwinden der Millionensumme während der Fahrt des Geldtransporters eines Sicherheitsunternehmens im Januar hatte für großes Aufsehen gesorgt. Das Fahrzeug war von Hamburg auf dem Weg nach Kiel. Erst beim Entladen wurde das Fehlen der Geldkassetten bemerkt. Die Hintergründe waren zunächst unklar.