Räikkönen über Raketenstart: Zauber war nach einer Runde vorbei

Maria Reyer
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Kimi Räikkönen entzückte die Formel 1 im Grand Prix von Portugal mit einer fulminanten Aufholjagd bei nassen Bedingungen in der ersten Runde. Der "Iceman" konnte zehn Positionen gutmachen und fand sich zu Beginn in den Top 6 wieder. "Das hat Spaß gemacht", gibt der kühle Finne zu.

"Es war großartig, so viele Fahrer passieren zu können. Nur leider hat es sich aufs Endergebnis nicht ausgewirkt, das war sehr enttäuschend." Räikkönen konnte aufgrund eines langen zweiten Stints seine Positionen in den Top 10 nicht halten und wurde am Ende Elfter.

"Leider lief es so. Ich denke, wir haben unser Bestes gegeben. Natürlich können wir immer noch vieles verbessern, aber uns fehlt einfach ein wenig der Speed in solchen Rennen, wo es wenige Ausfälle gibt und fast jeder ins Ziel kommt." Nachsatz: "Wir sind einfach ein wenig zu langsam."

Den Performance-Unterschied konnte er zu Beginn des Rennens jedoch ausgleichen, indem er auf weichen Reifen startete und seinen Vorteil perfekt ausnutzte. "Manch andere auf dem Soft hatten auch Probleme, andere auf dem Medium ebenso. Manchmal läuft es einfach für dich."

Das hänge unter anderem davon ab, was man in der Formationsrunde hin zum Start mache, erklärt der erfahrenste Pilot aller Zeiten. "Wenn man ein gutes Gefühl in den ersten Kurven hat und man am Limit pushen kann, dann werden die Reifen zum Arbeiten gebracht."

Rutscht man hingegen nur herum, sei es schwierig, Vertrauen aufzubauen, um hart genug zu bremsen. "Dann ist man in diesem Zyklus gefangen, dass es dann umso länger dauert, die Reifen aufzuwärmen", so Räikkönen. Der Regen hat ihm in diesem Fall in die Karten gespielt.

"Wenn man als Fahrer ein paar Tropfen auf dem Visier hat, dann sieht das manchmal nach viel aus, aber es kann auf der Strecke wenig Unterschied ausmachen. Besonders auf einer neuen Strecke muss man seine Chancen nutzen und manchmal gelingt es auch."

Die Manöver in der ersten Runden seien "sehr einfach" auszuführen gewesen, wunderte sich Räikkönen bereits am Sonntag. "Es war zwar an manchen Stellen rutschig, doch das war für alle gleich." Fast spielerisch konnte er sich durchs Feld kämpfen, bis er schließlich Max Verstappen vor sich hatte.

"Das hat Spaß gemacht, weil generell, egal wo wir fahren, es mit diesen Autos nicht einfach ist zu überholen, daher war das großartig. Aber das Rennen besteht nicht nur aus einer Runde", weiß der Altmeister. "Es ist fast unmöglich, die Autos hinter dir zu halten. Ich war daher nach der ersten Runde nicht mehr wirklich aufgeregt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.