Queen Elizabeth: Monarchin soll Abdankung "ernsthaft in Erwägung ziehen"

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Es liegt kein leichtes Jahr hinter Queen Elizabeth. Die Monarchin musste den Tod ihres geliebten Mannes Prinz Philip verkraften. Zudem zehren die Unstimmigkeiten mit Prinz Harry und Herzogin Meghan an ihren Kräften. Eine Zivilklage gegen Prinz Andrew setzte dem ganzen die Krone auf. Nach all der Aufregung spielt auch die Gesundheit nicht mehr richtig mit. Ist die Zeit gekommen, das Zepter abzugeben?

Queen Elizabeth
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Queen Elizabeth, 95, hat an körperlicher Stärke verloren. Die Monarchin ist deutlich geschwächt und nach einer Nacht im Krankenhaus von ihren Ärzten nachdrücklich dazu aufgefordert worden, mehr Ruhe in ihr Leben einkehren zu lassen. Ein Rat, den sie halbherzig befolgte. Nach fünf Tagen Auszeit in ihrem Anwesen in Sandringham kehrte sie in dieser Woche mit dem Hubschrauber zu ihrem aktuellen Hauptwohnsitz Schloss Windsor zurück. Dort soll sie sich eigentlich noch weiter schonen, doch die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern: Die pflichtbewusste Königin lässt sich nicht so leicht ruhig stellen.

Queen Elizabeth will am Remembrance Sunday teilnehmen

Der Buckingham Palast hat bereits verlautbaren lassen, dass es ihr "fester Wille" sei, am 14. November 2021 anlässlich des Remembrance Sunday am jährlichen Gedenkgottesdienst im Kenotaph in Whitehall teilzunehmen und der im Krieg getöteten Soldaten und Zivilisten zu gedenken. Es wäre die erste Veranstaltung, an der die Queen seit einem Empfang am 19. Oktober teilnehmen würde. Sie zeigt durchaus Kampfgeist, doch schon seit Jahren wird im Königreich über ihre vorzeitige Abdankung gemunkelt.

"Ich denke, dass die Königin die Angelegenheit gründlich überlegt hat und der Ansicht ist, dass sie ernsthaft erwägen wird, die Zügel an Charles zu übergeben, falls sie mit 95 Jahren noch lebt", erklärte der königliche Experte Robert Jobson bereits im Jahr 2017 gegenüber "Daily Mail", und fügte hinzu: "Ihre Majestät ist sich ihres Alters bewusst und möchte sicherstellen, dass der Übergang der Krone zu gegebener Zeit nahtlos verläuft."

Prinz Charles könnte als Prinzregent die Amtsgeschäfte übernehmen

Prinz Charles, 72, wäre bei einer Amtsübergabe zu Lebzeiten der Queen der sogenannte Prinzregent, der zwar nicht berechtigt ist, den Titel des Königs zu führen, dafür aber alle Vorrechte seiner Mutter besitzen würde.

Doch nicht alle Kenner des Königshauses teilen die Spekulationen Jobsons. Der Historiker Hugo Vickers ist der festen Meinung, die Königin betrachte ihre Rolle als lebenslängliche Aufgabe. "Ein Hauptgrund, warum die Königin absolut nicht abdanken wird, ist, dass sie im Gegensatz zu anderen europäischen Monarchen eine gesalbte Königin ist. Und wenn Sie eine gesalbte Königin sind, verzichten Sie nicht“, vermutete er Anfang 2021 im Gespräch mit dem "Guardian". Die Monarchin hat bereits bei ihrer Krönung am 2. Juni 1953 vor Gott ein Gelübde abgelegt, das sie ungern brechen wird.

Ein Leben für den Thron

Seit fast sieben Jahrzehnten sitzt Elizabeth auf dem britischen Thron. Es liegt weit über ein halbes Jahrhundert Pflichterfüllung hinter der Tochter von König George VI, der im frühen Alter von 57 Jahren an einer arteriellen Thrombose verstarb. An ihrem 21. Geburtstag im Jahr 1947 sagte die damalige Prinzessin während einer Reise durch Südafrika: "Ich erkläre vor Ihnen allen, dass mein ganzes Leben, sei es lang oder kurz, Ihrem Dienst und dem Dienst unserer großen herrschaftlichen Familie gewidmet sein soll, zu der wir alle gehören." Ein Leben für die Krone Queen Elizabeth (28079)

Trotz eines vollen Terminkalenders zeigt die 95-Jährige kaum Ambitionen, auf die Bremse zu treten. Im kommenden Jahr soll ihr Platin-Jubiläum groß gefeiert werden. Eine frühzeitige Übergabe des Thrones an ihren ältesten Sohn scheint undenkbar. Dabei haben es ihr bereits einige der europäischen Monarchen vorgemacht: König Albert von Belgien, 87, und Königin Beatrix der Niederlande, 83, dankten bereits 2013 zugunsten ihrer Söhne König Philippe, 61, und König Willem-Alexander, 54, ab. König Juan Carlos von Spanien, 83, übergab im Jahr 2014 das Zepter an König Felipe, 53.

Queen Elizabeth hingegen betonte schon einmal, ihr Amt sei ein "Job fürs Leben". Klingt nach dem festen Willen, diesen nach bestem Wissen und Gewissen bis zum Ende zu erfüllen.

Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, theguardian.com

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