Queen Elizabeth II. startet den London-Marathon

Queen Elizabeth II. startet den London-Marathon

Queen Elizabeth II. startet in diesem Jahr den traditionellen London-Marathon. Ihre Majestät schickt die rund 40.000 Läufer um Großbritanniens Langstrecken-Idol Mo Farah am 22. April um 10.00 Uhr Ortszeit von einem Podium im Windsor Castle auf die 42,195 Kilometer lange Strecke. Das gaben die Organisatoren am Freitag bekannt.
"Wir fühlen uns sehr geehrt, dass Ihre Majestät die Königin die Einladung zum London Marathon 2018 angenommen hat", sagte Sir John Spurling, Vorsitzender des Organisations-Komitees: "Vor allem, weil dies 110 Jahre nach dem Olympischen Marathon 1908, der von der damaligen Prinzessin Mary, Großmutter der Königin, in Windsor Castle gestartet wurde, geschehen wird."
Um den Olympischen Marathon von 1908 ranken sich zahlreiche Geschichten. Ursprünglich war auch das damalige Rennen über die bis dahin herkömmlichen 25 Meilen bzw. 40,2 Kilometer ausgeschrieben, die seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit in Athen als Standard galten. Doch auf Wunsch des Königshauses sollte der Start an der Ostterrasse von Windsor Castle platziert werden, damit die Royals ihn miterleben konnten. Und auch den Zieleinlauf wollten sie in der königlichen Loge im neu erbauten Londoner Olympiastadion direkt vor Augen haben - also wurde die Strecke um 385 Yards verlängert.
Und diese 385 Yards wurden dem armen Dorando Pietri dann zum Verhängnis. Der Italiener kam zwar als Erster im Stadion an, lief benommen vor Erschöpfung jedoch zuerst in die falsche Richtung. Als Kampfrichter ihm den Weg wiesen, brach er mehrfach entkräftet zusammen. Fünfmal rappelte sich Pietri wieder auf. Offizielle halfen ihm schließlich über die Ziellinie - und das alles vor den Augen der Königsfamilie.
Die Disqualifikation Pietris konnten auch die Royals nicht verhindern, als Trost schenkte ihm die Queen einen goldenen Pokal als besondere Auszeichnung für seine kämpferische Leistung.