Der emotionale Auftritt von Emma Gonzalez bei den Anti-Waffen-Protesten

Jürgen Klöckner

Ihre Schweigeminuten waren genauso mächtig wie ihre Worte.

► Nach 6 Minuten und 20 Sekunden beendete Emma Gonzalez ihr Schweigen während ihrer Rede auf einem Protestmarsch gegen Waffengewalt in den USA.

► 6 Minuten und 20 Sekunden – so lange dauerte auch das Schulmassaker in Parkland in Florida. 17 Menschen kamen dabei ums Leben.

Die Todesschüsse waren der Beginn eines historischen Protestes gegen Schusswaffen, der am Wochenende mit mehr als einer Million Teilnehmern seinen bisherigen Höhepunkt fand.

Zur Symbolfigur der Bewegung ist die 18-jährige Gonzalez geworden, die das Massaker in Florida überlebte. Sie machte mit ihrem Auftritt deutlich: Die junge Generation lässt sich nicht so einfach aufhalten.

Ihre Rede vom Samstag rührte hunderttausende Teilnehmer – zum großen Teil Schüler und Lehrer – zu Tränen.

Die Rede auf den Punkt gebracht:

Was die bewegendsten Aussagen der Rede waren

“In wenig mehr als sechs Minuten sind uns 17 unserer Freunde genommen worden und jeder, absolut jeder, wurde für immer verändert”, sagte Gonzalez zu Beginn ihrer Rede.

“Für uns waren es lange, tränenreiche, chaotische Stunden in der sengenden Mittagshitze”, sagte sie. Und weiter:

“Niemand konnte das Ausmaß erahnen. Niemand konnte glauben, dass in diesem Gebäude Leichen lagen, deren Identifizierung einen Tag lang dauerte. Niemand wusste, dass Vermisste aufhörten, zu atmen, lange bevor der Notruf ausgelöst wurde. Niemand konnte die verheerenden Folgen vorhersagen. Für diejenigen, die die Folgen immer noch nicht verstehen, weil sie sich weigern, sage ich, wo sie hinführen: Direkt unter die Erde, sechs Fuß tief.”

► Danach listete sie Opfer auf – 14 Schüler, drei Lehrer – und sagte, was diese nicht mehr erleben werden.

Die quälenden Schweigeminuten

Nach ihren Worten wischte sie ihre Tränen aus dem Gesicht und schwieg minutenlang. 

► Einige Zuhörer klatschten, andere riefen “Wir lieben dich Emma”, wieder...

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