Qiagen auf Kurs bei Wachstumsplan 2018 – diese Hürde ist jetzt wichtig

Marion Schlegel
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Qiagen mit neuen Tests auf Wachstumsmarkt – neue Impulse in Sicht

Qiagen gibt meldungstechnisch im neuen Jahr direkt Gas. Wie das Unternehmen bekannt gab, hat man eine Reihe von Produkt- und Serviceerweiterungen für das NGS-Portfolio eingeführt. Dieses umfasst universelle Lösungen für jeden NGS-Sequenzierer und das GeneReader NGS System. Qiagen hat sich das Ziel gesetzt, den NGS-bezogenen Umsatz im Jahr 2018 auf mehr als 140 Millionen Dollar von über 115 Millionen im Vorjahr zu steigern.

„QIAGEN baut seine Präsenz im Bereich des Next-Generation-Sequencing mit zweistelligen Wachstumsraten beim Umsatz weiter aus. Das verdanken wir innovativen Lösungen für schnellere und bessere Ergebnisse auf jeder NGS-Plattform sowie der schnellen Verbreitung des GeneReader NGS Systems“, sagte Peer M. Schatz, Chief Executive Officer. „Unser Wachstumsplan für 2018 enthält den rapiden Ausbau der neuen Enterprise Genomic Services. Diese unterstützen unsere Kunden bei der schnellen und risikofreien Entwicklung neuer Genpanels, die für die Umsetzung biomedizinischer Erkenntnisse in die klinische Gesundheitsfürsorge unerlässlich sind. Auch für unser GeneReader NGS System sind signifikante Erweiterungen geplant: die Einführung einer neuen, proprietären Chemie der dritten Generation und eine Reihe von Genpanels basierend auf QIAGENs digitalen NGS-Technologie.“

Zudem konnte Qiagen den Abschluss einer neuen Kooperation mit DiaSorin melden. Ziel ist die Bereitstellung von Qiagens diagnostischem QuantiFERON-TB Test für DiaSorins vollautomatische Analyseplattform LIAISON. Kunden beider Unternehmen wird hierdurch die Verarbeitung von QIAGENs QuantiFERON-TB Gold Plus (QFT-Plus) Tests auf der LIAISON-Gerätefamilie ermöglicht. QFT-Plus markiert die vierte Generation des QuantiFERON-TB Tests, der als moderner Goldstandard für den Nachweis latenter Infektionen mit Tuberkulose (TB) gilt. Ein solcher Test könnte in Zukunft an Bedeutung gewinnen: Das Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universität Zürich identifizierte vor einigen Monaten einen multiresistenten Tuberkuloseerreger bei Flüchtlingen aus dem Horn von Afrika. Die Analysen lieferten den Anstoß für eine länderübergreifende Untersuchung und den Aufbau eines europaweiten Alarmsystems.

Die Aktie von Qiagen hat sich zuletzt zwar wieder etwas erholen können, richtig in die Gänge kommt sie aber nicht. Insbesondere die US-Steuerreform belastet. Anleger sollten deswegen ein positives charttechnisches Signal wie den Ausbruch über die 200-Tage-Linie sowie die Marke von 28 Euro abwarten.