Qiagen gibt Gas im Zukunftstrend Personalisierte Medizin – jetzt einsteigen?

Marion Schlegel
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Qiagen gibt Gas im Zukunftstrend Personalisierte Medizin – jetzt einsteigen?

Die Geschäfte laufen bei Qiagen. Sowohl Umsatz als auch das Ergebnis je Aktie hat die Erwartungen im dritten Quartal erfüllt. Allen voran der Tuberkulose-Test QuantiFERON stößt auf große Nachfrage. Nun hat Qiagen für seine Bioinformatik-Software Qiagen Clinical Insight (QCI) neue Erweiterungen eingeführt. Diese ermöglichen die Automatisierung der AMP/ASCO/CAP-Standards und Richtlinien für die Auswertung und Berichterstattung von Sequenzvarianten bei Krebs. Mit der ersten Lösung, die Molekularpathologen die erforderlichen kritischen Informationen bereitstellt, um Therapieentscheidungen von Onkologen zu steuern, treibt Qiagen die Personalisierte Medizin weiter voran. Führende Arbeitsgruppen der Bereiche Onkologie und Pathologie veröffentlichten diese Richtlinien im Januar 20171 als Reaktion auf den zunehmenden klinischen Einsatz von Next-Generation-Sequencing (NGS) bei der genetischen Profilierung von Krebserkrankungen. Die Software QCI Interpret von Qiagen integriert die Konsensus-Standards mit einer umfassenden biomedizinischen Wissensdatenbank mit in Frage kommenden Therapien und klinischen Studien, um Behandlungen einzelner Patienten auf Basis der Ergebnisse deren genomischer Tests und Diagnosen besser steuern zu können, so das Unternehmen. Qiagen wird die QCI-Erweiterungen noch in dieser Woche bei der diesjährigen Jahreskonferenz der AMP (Association for Molecular Pathology) in Salt Lake City, Utah, vorstellen.

Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen ist die Aktie von Qiagen zuletzt allerdings unter die Räder gekommen. Anleger hatten wohl trotz der eigentlich guten Zahlen mehr erwartet, zudem belastet die allgemeine Sektorschwäche. Derzeit testet das Papier die Unterstützungszone bei knapp 26 Euro. Diese gilt es dringend zu verteidigen. Fundamental ist die Aktie in jedem Fall weiterhin sehr aussichtstreich. Interessierte Neueinsteiger sollten aber in jedem Fall ein positives Signal, wie beispielsweise den Sprung über die 200-Tage-Linie abwarten.