Nach Pyro-Skandal in Rostock: 100.000 Euro Geldstrafe für Hertha BSC

SID
Nach Pyro-Skandal in Rostock: 100.000 Euro Geldstrafe für Hertha BSC

Die Vorkommnisse beim Skandalspiel im DFB-Pokal bei Hansa Rostock kommen den Fußball-Bundesligisten Hertha BSC teuer zu stehen. Die Berliner wurden vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen "fortgesetzten unsportlichen Verhaltens" ihrer Fans mit 100.000 Euro Strafe belegt.
Hertha-Anhänger hatten beim Erstrunden-Duell Mitte August im Ostseestadion Leuchtkugeln aus der Gästekurve auf das Spielfeld und in den gegnerischen Block geschossen, Sitzschalen brannten. Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen) musste die Begegnung in der zweiten Hälfte zweimal unterbrechen. Zuvor war in der Rostocker Fankurve ein im Jahr 2014 gestohlenes Hertha-Banner durch Vermummte verbrannt worden. Die Gäste gewannen beim Drittligisten 2:0 (0:0).
Hertha BSC kann 35.000 Euro der Strafe für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Die Investitionen müssen dem DFB bis zum 30. Juni 2018 nachgewiesen werden.
Mit der Sanktion gegen Berlin wurden die Ermittlungsverfahren des Kontrollausschusses bezüglich des Bundesligaspiels beim SC Freiburg am 22. Oktober und des DFB-Pokal-Spiels gegen den 1. FC Köln am 25. Oktober mit Zustimmung des Sportgerichts eingestellt. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, es ist rechtskräftig.