Bei Pyeongchang-Besuch: Beuth spricht sich für deutsche Olympia-Bewerbung aus

Bei Pyeongchang-Besuch: Beuth spricht sich für deutsche Olympia-Bewerbung aus

Der hessische Innenminister Peter Beuth hat sich für eine baldige Bewerbung um die Ausrichtung von Olympischen Winterspielen ausgesprochen. "Das wäre ein Punkt, der für unser Land außerordentlich wichtig wäre, wenn wir ihn in Zukunft erreichen würden", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Deutschen Haus in Pyeongchang. Deutschland könne "der Welt zeigen, wie man nachhaltige Spiele" ausrichtet.
Die Wettkampfstätten in Südkorea, die Beuth bei seinem Besuch der deutschen Mannschaft zum Teil besichtigte, "scheinen wirklich sehr, sehr gut zu sein", sagte der 50-Jährige: "Aber es gibt Diskussionen, die man führen muss. Man hat ein bisschen Sorgen, was die Nachhaltigkeit angeht." 
Deutschland war bei der Vergabe der Winterspiele 2018 leer ausgegangen, Südkorea hatte die Abstimmung im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) im Jahr 2011 deutlich gewonnen. "Da blutet einem schon das Herz, dass es jetzt quasi die zweiten Spiele hintereinander sind (nach Sotschi/Russland 2014, d. Red.), die in eine Region künstlich hinein gepflanzt worden sind", sagte Beuth: "Da tut es schon ein bisschen weh, dass wir das damals nicht geschafft haben, die Spiele zugesprochen zu bekommen. Bei uns wären die Sportstätten im Grunde genommen vorhanden gewesen."
Eine deutsche Bewerbung mit München um die Winterspiele 2022, die in Peking stattfinden werden, war an einem negativen Bürgerentscheid gescheitert - genauso wie die Bemühungen mit Hamburg um die Sommerspiele 2024, die später Paris zugesprochen bekam.