Putschversuch beim HSV: Heribert Bruchhagen und Jens Todt sollten weg

Der kriselnde Hamburger SV stellt mit sofortiger Wirkung Bruchhagen und Todt frei. Grund ist eine geplante Neuausrichtung.

Beim Hamburger SV brennt es lichterloh. Neben der sportlichen Talfahrt wollte nun offenbar ein Aufsichtsratsmitglied auch noch den Vorsitzenden Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt absägen.

Laut übereinstimmenden Medienberichten hat Aufsichtsratsmitglied Felix Goedhart mit mehreren E-Mails versucht, bei seinen Kollegen Stimmung gegen Bruchhagen und Todt zu machen. Er bekam allerdings keine Unterstützung.

Der 53-Jährige soll direkt Alternativen vorgeschlagen haben. Anscheinend sollte Finanzvorstand Frank Wettstein Bruchhagens Posten übernehmen und Sportdirektor Bernhard Peters für Todt einspringen. Ein weiterer Vorschlag sei mal wieder Felix Magath als neuer starker Mann im Klub gewesen.

"Wir halten es im Aufsichtsrat normalerweise so, dass wir uns vertraulich zu allen Themen austauschen. Ich bin sehr enttäuscht, dass kurz vor dem Spiel gegen Hannover klubschädigende Unruhe geschürt wird“, wird Aufsichtsrats-Boss Andreas Peters zitiert. 

Wer ist der Drahtzieher?

Prompt gab es Gerüchte, wonach Investor Klaus-Michael Kühne hinter dem Putschversuch stecken könnte. Dieser bestritt im Hamburger Abendblatt allerdings, irgendetwas mit der Sache zu tun zu haben.

Todt nahm die Vorkommnisse gelassen: "Ich weiß nichts von diesen Plänen. Aber es ist wohl normal, dass es in unserer Situation Kritik gibt. Ich konzentriere mich auf die Dinge, die ich beeinflussen kann."

Der HSV belegt in der Bundesliga derzeit mit vier Punkten Rückstand auf Rang 15 den 17. Platz. Erst vor dem vergangenen Spiel in Leipzig (1:1) wurde mit Bernd Hollerbach ein neuer Trainer für den entlassenen Markus Gisdol verpflichtet.