Putins telefonische Fragerunde Ziel von Cyberangriffen

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Putin bei Telefon-Fragestunde

Eine im Fernsehen übertragene telefonische Fragerunde mit Russlands Präsident Wladimir Putin ist Ziel von Cyberangriffen geworden. Das berichtete der staatliche Sender Rossija 24, der die Veranstaltung am Mittwoch übertrug. Bei der jährlichen Fragerunde beantwortet Putin Fragen von Bürgern aus dem ganzen Land. In diesem Jahr kam es während der fast vierstündigen Veranstaltung wiederholt zu Verbindungsproblemen, insbesondere bei Anrufen aus abgelegenen Regionen.

"Unsere Digitalsysteme sind gerade Angriffen ausgesetzt, massiven DDoS-Attacken", erklärte eine Moderatorin des Senders Putin die schlechte Qualität der Verbindung. "Machen Sie Witze? Ernsthaft?", fragte Putin zurück. Bei einer DDoS-Attacke überlasten die Angreifer ihr Ziel mit massenhaften Anfragen, bis es zusammenbricht.

Russlands größter Telekommunikationsanbieter Rostelecom bestätigte die Angriffe gegenüber Nachrichtenagenturen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte der Nachrichtenagentur Ria Nowosti, der Hintergrund der Attacken sei unklar.

Russland steht selbst immer wieder wegen mutmaßlicher Hackerangriffe in der Kritik. Die USA machten russische Hacker wiederholt für Attacken auf US-Unternehmen und Behörden verantwortlich. Zudem warfen die US-Geheimdienste Russland Einmischung in US-Wahlen vor. Moskau wies die Vorwürfe stets zurück.

noe/jes

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