Putin verspricht Familien in der Ukraine gefallener Soldaten Hilfe

MOSKAU (dpa-AFX) - Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei der großen Militärparade in Moskau Verluste seiner Truppen beim Angriff auf die Ukraine eingeräumt und den Angehörigen materielle Hilfe versprochen. "Der Tod eines jeden Soldaten und Offiziers bedeutet Leid und unwiederbringlichen Verlust für die Verwandten und Liebsten", sagte Putin am Montag. "Der Staat, die Regionen, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen tun alles, um diesen Familien Fürsorge zukommen zu lassen und ihnen zu helfen", sagte Putin auf dem Roten Platz.

An der Parade zum 77. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland nahmen nach Angaben von Putin auch Soldaten teil, die im Donbass in der Ostukraine kämpfen. Dort streben prorussische Separatisten mit militärischer Hilfe Moskaus die Kontrolle über die Regionen Luhansk und Donezk an. Westliche Militärbeobachter gehen davon aus, dass Tausende russische Soldaten in dem Krieg bisher getötet wurden. Nach offiziellen Angaben Moskaus sind es bislang 1351 getötete russische Soldaten.

Besondere Hilfe werde den Kindern der Gefallenen und Verwundeten geleistet, sagte Putin. "Ein entsprechendes Präsidentendekret wurde heute unterzeichnet." Eine Maßnahme ist eine Quotenregelung. Demnach haben Kinder von Soldaten, die in der Ukraine gekämpft haben, Anspruch auf zehn Prozent der Studienplätze an staatlichen Hochschulen. Sie müssen dabei keine Aufnahmeprüfung an der Universität ablegen. Kadetten- und Militärschulen sind ebenfalls angehalten, solche Kinder ohne Prüfung aufzunehmen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.