Putin sagt voraus: „Die Ölpreise werden nach oben schießen“

Die Länder der Europäischen Union wollen auf russische Energieträger verzichten, doch gleichzeitig bringen sie nachlassende Erdgaslieferungen in Schwierigkeiten. Nach Ansicht des russischen Präsidenten Wladimir Putin trägt Europa die Schuld für die Lage und sagte eine ähnliche Entwicklung beim Öl voraus, sollte das von den USA erwogene Vorhaben umgesetzt werden, den Ölpreis zu deckeln, um Russlands Einnahmen zu mindern.

„Sie tappen beim Öl und bei Ölerzeugnissen in dieselbe Falle. Wir hören von verrückten Ideen, die Mengen russischen Öls zu begrenzen und den Preis für russisches Öl zu deckeln“, sagte Putin. „Das ist dasselbe wie beim Gas. Es ist erstaunlich, das von Leuten zu hören, die eine höhere Bildung genossen haben. Das Ergebnis wird dasselbe sein: Ein Preisanstieg. Die Ölpreise werden nach oben schießen“, so der russische Präsident.

Im vergangenen Monat strömte durch die Fernleitung Nord Stream 1 rund 60 Prozent weniger russisches Erdgas von Russland nach Deutschland. Moskau begründete das mit Wartungsarbeiten: Eine Turbine sei nach Kanada gebracht worden, wegen der Sanktionen aber noch nicht zurückgekehrt.

Habeck: Politisch motiviert

„Was hat Gazprom damit zu tun?“, so Putin. „Sie haben eine Gasleitung lahmgelegt, dann eine weitere. Sie haben die Gasverteilanlagen mit Sanktionen belegt. Gazprom ist bereit, so viel zu liefern wie nötig. Die europäischen Länder haben das selbst abgeschaltet“, sagte er.

Dass technische Gründe für die Verringerung der Gasliefermenge vorliegen, zieht die deutsche Bundesregierung in Zweifel. Wirtschaftsminister Robert Habeck ordnete die Maßnahme als politisch motiviert ein.

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