Putin kritisiert Anwesenheit ausländischer Truppen in Syrien

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Putin und Assad (AFP/Mikhail KLIMENTYEV)

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Anwesenheit ausländischer Truppen in Syrien kritisiert. Nach einem Treffen Putins mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad erklärte der Kreml am Dienstag, das "Hauptproblem" Syriens sei die Einmischung durch fremde Truppen. Ausländische Streitkräfte halten sich laut Putin "ohne UN-Beschluss" und ohne die Zustimmung von Damaskus in Teilen des Landes auf. Dies sei ein Verstoß gegen das Völkerrecht, erklärte der russische Präsident.

Bei dem Treffen mit Assad am Montag lobte Putin dem Kreml zufolge die "gemeinsamen Anstrengungen" Russlands und Syriens in dem Konflikt und erklärte, die Streitkräfte hätten den größten Teil des Landes wieder unter die Kontrolle der Regierung gebracht. "Die Terroristen haben sehr großen Schaden erlitten."

Der syrische Machthaber lobte seinerseits die "bedeutenden Erfolge" beider Länder, darunter die "Rückkehr von Flüchtlingen, die gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen". Nach Angaben der syrischen Präsidentschaft nahmen an dem Treffen in Moskau auch der syrische Außenminister Faisal Mekdad und der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu teil.

Russlands politische und militärische Unterstützung für Syrien ist ein Streitpunkt in den Beziehungen Moskaus zum Westen, der Moskau deshalb mit Sanktionen belegt hat. Seitdem die syrischen Regierungstruppen mit Unterstützung aus Russland und dem Iran wieder große Teile des Landes unter Kontrolle haben, versucht die Regierung, das Land als sicher darzustellen und Flüchtlinge zur Rückkehr zu bewegen.

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